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Ein großes Haus - auch für "Kleine"

Bürobauten in Gewerbegebieten galten bislang nicht eben als Inbegriff nachhaltigen Bauens. Der Bürokomplex „Soho 2.0“ im Osten Innsbrucks dagegen beschreitet neue Wege – nicht nur in Sachen Energieeffizienz, sondern auch hinsichtlich der Branchen- und Nutzungsmischung in seinem Inneren.

soho2.0, innsbruck, bernd ludin, bürokomplex
Foto: Umfeld Concept GmbH und Gerda Eichholzer Fotografie

Mit einer Mietfläche von 10.300 Quadratmetern – mehr als einem Hektar – gehört Soho 2.0 eher zu den größeren Bürogebäuden in seinem Umfeld. Doch dieser Neubau zeigt auch innerlich Größe: Ein weitläufiges, von oben belichtetes Atrium erstreckt sich vom Erd- bis ins dritte Obergeschoss.

Das 19 Millionen Euro teure Gebäude beherbergt einen flexiblen Branchenmix – vorwiegend Läden im Erdgeschoss und Büros aller Größen in den Obergeschossen. Auch eine Option für Start-ups ist vorhanden: In sogenannten „Open Offices“ können Mini-Büros ab einer Fläche von 12 Quadratmetern separat angemietet werden. Da in jeder tragenden Stütze im Innenraum Sanitärverrohrungen vorhanden sind, können laut Bauherr überall im Haus sowohl Büros als auch Teeküchen oder Sanitärzellen installiert werden. Zur horizontalen Verteilung der notwendigen Leitungen dient in allen Büroebenen ein 16 Zentimeter hoher Doppelboden.

soho2.0, innsbruck, bernd ludin, bürokomplex
Foto: Umfeld Concept GmbH und Gerda Eichholzer Fotografie

Um Energieverluste zu verringern, verfügt das Gebäude über eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Zur Gebäudebeheizung wurde eine Wärmepumpe installiert, die ihre Wärmeenergie aus dem – je nach Jahreszeit - 5 bis 12 °C warmen Grundwasser unter dem Gebäude bezieht. Im Sommer wird das Grundwasser zur Kühlung des Gebäudes verwendet, wobei die Temperatursteuerung abhängig von den Wetteraussichten der Wetterwarte im Vorhinein angepasst wird. In die Räume übertragen wird die Heizwärme (beziehungsweise die sommerliche Kälte) über eine Bauteilaktivierung in den insgesamt 4000 m³3 Betonmassen des Hauses.

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Fotos: Umfeld Concept GmbH und Gerda Eichholzer
soho2.0, innsbruck, bernd ludin, bürokomplex

Der Energieausweis für Soho 2.0 weist einen Heizwärmebedarf von 17,5 kWh/m²a aus; der Bauträger wirbt mit monatlichen Betriebskosten von 1,80 Euro je Quadratmeter, von denen lediglich 0,50 Euro auf Heizung und Kühlung entfallen sollen.

Projekt: Soho 2.0
Standort: Grabenweg 68, Innsbruck
Bauherr: Soho Einrichtungs GmbH, Innsbruck
Architekt: Bernd Ludin

Zeichnung: Bernd Ludin
Zeichnung: Bernd Ludin
Stichworte:
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