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Klimatorium in Lemvig von 3XN, Foto: Adam Mørk

Ein Logo für den Klimaschutz: Klimatorium in Lemvig von 3XN

Über Klimaschutz lässt sich endlos debattieren, ohne dass etwas vorwärtsgeht. Oder man begreift ihn als Herausforderung, die sich am besten durch Pragmatismus und Kooperation lösen lässt. Den letztgenannten Weg beschreitet das Klimatorium in Lemvig an der Westküste von Jütland: In dem Neubau von 3XN Architects sollen Forschungseinrichtungen, Privatunternehmen und Kommunen gemeinsam Projekte für den Klimaschutz und die Klimaanpassung vorantreiben. Das Spektrum reicht dabei von der Förderung der regionalen Kreislaufwirtschaft über den Schutz vor Sturmfluten bis zur Entwicklung eines neuartigen, wasserdurchlässigen Straßenasphalts.

Eine solche Einrichtung braucht ein prägnantes Logo, und das ist im Fall des Klimatoriums eine Welle. Sie prangt unübersehbar an der südlichen Eingangsfront des Neubaus – als holzverkleidete, fast über die ganze Gebäudebreite reichende Vertiefung mit integrierten Sitzgelegenheiten. Ihre konvex geformte Rückseite mit den Holzrippen, die sie tragen, dominieren die zweigeschossige Eingangshalle des Hauses und erinnern nebenbei an die Schiffsbautradition in der Region.

Das zweigeschossige, Ende 2020 fertiggestellte Gebäude vereint Büros, Konferenz- und Vortragsräume, ein öffentliches Café und einen Ausstellungsbereich unter seinem Dach. Tiefe Grundrisse, der weitgehende Verzicht auf Trennwände und viele Bereiche ohne klar zugewiesene Funktion sollen Begegnungen und die Interaktion fördern. Hinter den geschosshohen Holzlamellen im Obergeschoss sind die Räume überraschend hell und offen.

Auch die Freianlagen der Landschaftsarchitekten SLA aus Aarhus sind vieles in einem: Erlebnisort mit zahlreichen Spiel- und Sportangeboten von Skateboarding bis Parkour, Demonstrationsfläche für die klimagerechte Gestaltung urbaner Freianlagen und nicht zuletzt eine Hochwasserschutzanlage, die die dahinter gelegenen Stadtviertel vor Überflutungen schützen soll. Bepflanzt ist das Areal mit Spezies, die in den Salzwasserwiesen und Dünenlandschaften entlang der dänischen Nordseeküste optimale Lebensbedingungen vorfinden.

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