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Einfamilienhaus, Aretz Dürr Architekten, Wohnhaus

Einfach ist Trumpf: Wohnhaus von Aretz Dürr im Bergischen Land

Vier Qualitäten hatten sich die Bauherren von ihrem Einfamilienhaus, das Aretz Dürr Architektur aus Köln in der Nähe von Gummersbach geplant haben, vor allem gewünscht: Es sollte kostengünstig und nachhaltig sein, einen möglichst fließenden Übergang zwischen Innenraum und Landschaft schaffen und überdachte Außenräume für die oft verregneten Sommertage im oberbergischen Land bereitstellen.

In seiner Typologie folgt der Neubau dem traditionellen Langhaus, dessen Haupträume längs aneinandergereiht sind und die gesamte Breite des Gebäudes einnehmen. Im Süden liegt der Wohnbereich, im Norden die Garage und die Abstellräume. Ein für die Region typischer massiver Sockel, hier aus Stahlbeton, hebt die Wohnräume zum Schutz gegen die Witterung leicht über das Hanggelände hinaus.

Im Sommer schützt das auskragende Giebeldach den Wohnraum und die ihm vorgelagerten Veranden vor Überhitzung. Im Winter lassen die nur doppelt verglasten Fenster die solaren Gewinne in den Wohnraum, wo der schwimmende Zementestrich die Wärme für die Nacht speichert. Mit ihrer geringen Masse begünstigt die hinterlüftete Dachhaut den sommerlichen Wärmeschutz und sorgt zusammen mit großformatigen Dachfenstern für eine effektive Nachauskühlung.

Der Wohnraum in der Gebäudemitte reicht bis unter das Dach. Von hier aus erreicht man im Obergeschoss die Schlafzimmer der Eltern und Kinder sowie zwei ihnen zugeordnete Bäder. Ein Stahlsteg mit lichtdurchlässigem Gitterrost verbindet die beiden voneinander getrennten Bereiche und mündet in der gemeinsamen Galerie im zweigeschossigen Wohnraum.

Die schlanke Konstruktion in Stahl- und Holzskelettbauweise ist durchgehend reversibel gefügt. Stahlstützen im Abstand von 5,40 m hinter den Längsfassaden tragen die Hauptträger aus Stahl, auf denen wiederum die schlank dimensionierten, sichtbar belassenen Holzbalkendecken aufliegen. Der geglättete Estrich im Innenraum wurde lediglich imprägniert. Die Konstruktion der Veranda orientiert sich an dem dichteren Achsabstand der Pfosten-Riegel Fassade. Ihre schlanken Stützen tragen die Unterkonstruktion des Lärchenholzdecks und die Holzbalken des Dachüberstandes.

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