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Eröffnung des Skywalks im Grand Canyon


Skywalk, Grand Canyon

Seit Ende März 2007 ist der Skywalk, die spektakuläre Aussichts-plattform im Grand Canyon, für alle Interessierten zugänglich. Die über den Abgrund hinausragende Plattform bietet einen einzigarti-gen, bis dahin nicht möglichen Blick in den Grand Canyon West. Zur feierlichen Eröffnung durch die Hualapai-Indianer eine Woche zuvor, war der frühere Astronaut Buzz Aldrin als erster über den Skywalk gelaufen.

Bilder: Saint-Gobain Exprover / Grand Canyon West

Der gläsernen Boden dazu kommt aus Deutschland. Der Boden der Stahl-Glas-Konstruktion besteht aus insgesamt 46 gläsernen Elementen aus Verbund-Sicherheitsglas (VSG), zwanzig rechteckigen und 26 in Keilform. Die insgesamt 147 m2 VSG aus SGG STADIP LITE FLOOR SPECIAL sind mit einer Spezialfolie, den so genannten Zwischenlayern „Sentry Glass Plus“ von DuPont verklebt und entsprechen höchsten Sicherheitsanforderungen. „Wir sind stolz, diesen Auftrag erhalten und in zweijähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit die Spezialkonstruktion entwickelt zu haben,“ so Ulrich Hermens, Projektleiter von KINON Porz. Tests beweisen, dass die Scheiben selbst im Falle einer Zerstörung ihre Resttragfähigkeit behalten und immer noch mehrere Personen tragen können.

In seiner Eröffnungsansprache am 20. März 2007 wies Buzz Aldrin auch auf den Sicherheitsaspekt des Glases hin: „Wir gehen hier auf sehr festem Untergrund, auf durchsichtigem Glas, das gut gebaut ist und einem ein Gefühl von Weite und Freiheit vermittelt.“ In der Praxis hält der Skywalk eine Belastung von fast 750 kg/m2 aus. Auch Erdbeben der Stärke 7 und Windgeschwindigkeiten bis zu 160 km/h können ihm nichts anhaben.

Jeweils am inneren und äußeren Rand der Plattform verläuft auf einer Länge von 100 Metern eine gläserne, gebogene Brüstung aus VSG und sorgt für größtmögliche Absturzsicherheit. Die dort verbauten 170 m2 Glas sind aus 49 Scheiben zusammengesetzt, davon 28 gebogene und 21 gerade, und bestehen aus SGG GLABIE VSG 20/2, einem ebenfalls besonders transparenten und farbneutralen Verbund-Sicherheitsglas. Alle Elemente haben allseitig polierte Kanten und bringen zusammen ein Gewicht von 9,2 Tonnen auf die Waage.
21 Meter ragt die Plattform über den Abgrund, die bis zu 120 Personen gleichzeitig begehen dürfen. Der Eintritt für das spektakuläre Vergnügen beträgt 25 US-$. Die Idee einer gläsernen Aussichtsplattform realisierte der Unternehmer David Jin aus Las Vegas in Zusammenarbeit mit den Hualapai-Indianern, denen das Gebiet gehört. Architekt ist Mark Johnson von JRJ Architects.
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