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Fachkongress "Wärmespeicherung für Erneuerbare Energien"

Je höher der Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen Wärme- und Stromversorgung steigt, desto wichtiger wird auch die effiziente Speicherung dieser Energien. Mit neuen Möglichkeiten der Wärmespeicherung setzt sich am 10. Februar ein Fachkongress in Stuttgart auseinander.

Der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt veranstaltete Kongress findet im Rahmen der Fachmesse CEP Clean Energy & Passivehouse 2011 in der Messe Stuttgart statt. Vorgestellt werden sollen bei der Veranstaltung neue Forschungsergebnisse, wie sich durch geeignete Wärmespeicher fossile Energien effizienter nutzen und die Nutzung erneuerbarer Energien weiter steigern lassen.

Hintergründe zum Kongressthema
Der größte Teil des Endenergieverbrauchs in Deutschland wird mit circa 60 Prozent zur Wärmeerzeugung für die Sektoren Industrie, GHD (Gewerbe, Handel, Dienstleistungen) und Haushalte benötigt. Wichtigste Energieträger im Wärmemarkt sind Erdgas und Mineralöl. Hiermit werden Anwendungen sowohl im Niedertemperaturbereich (bis ca. 120 Grad Celsius) zur Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser als auch im Hochtemperaturbereich zur Erzeugung von Prozesswärme (bis u?ber 1000 Grad Celsius) abgedeckt. Erhebliches Einsparpotential beim Verbrauch der fossilen Brennstoffe besteht in dem vermehrten Einsatz erneuerbarer Energie zur Wärmeerzeugung und in einem deutlichen Ausbau von KWK-Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplung). Die Verfügbarkeit einer effizienten und wirtschaftlichen Speichertechnologie ist dabei der Schlüssel, um dieses Potential zu erschließen.

Für eine weitere Verbreitung dezentraler solarer Heizsysteme (Kleinanlagen) ist eine Steigerung des bislang auf 20 bis 30 Prozent limitierten solaren Deckungsanteils auf 50 Prozent anzustreben, wozu der Einsatz saisonaler Speichersysteme unabdingbar ist. Zum Erreichen der dafür erforderlichen Speicherkapazität müssen neuartige Speicher entwickelt werden, die gegenüber den bisher eingesetzten Wasserspeichern eine fünf bis zehn Mal höhere Energiedichte aufweisen.

Für solar unterstützte Nahwärmeversorgungssysteme mit großen Solaranlagen ist der Aspekt der Kostenreduktion der hierfür eingesetzten Langzeit-Wärmespeicher das zentrale Forschungsthema, da die derzeitigen Kosten der Speicher circa 40 bis 60 Prozent der Investitionskosten der gesamten Anlage darstellen.

Für einen effizienten und wirtschaftlichen Betrieb des Speichers ist eine optimale Integration in die Gesamtanlage von wesentlicher Bedeutung. Da der Speicher sowohl mit einer Energiequelle als auch mit einem Energieverbraucher in Wechselwirkung steht, wird die Wirtschaftlichkeit stark von der Betriebsstrategie beeinflusst. Daher werden leistungsfähige Auslegungswerkzeuge benötigt, mit deren Hilfe eine optimierte Anpassung des Speichersystems an die übrigen Anlagenkomponenten durchgeführt werden kann.

Fachkongress „Wärmespeicherung für Erneuerbare Energien“
Ort: Landesmesse Stuttgart, im Rahmen der Fachmesse CEP
Termin: 10. Februar 2011, 10-18 Uhr
Gebühr: 180,- € regulär; 110,- € für Vertreter der öffentlichen Hand, Vertreter des Handwerks sowie Studenten
inkl. Messeeintritt, Pausengetränke, Mittagessen und Tagungsunterlagen zum Download

Weitere Informationen zum Fachkongress

Testmodul auf dem Gelände der Universität Stuttgart: Der Feststoffspeicher aus Hochtemperaturbeton besitzt gute wärmetechnische Eigenschaften bei gleichzeitig geringem Preis. Er besteht aus dem Speicherbeton und einem Rohrregister, durch welches das Wärmeträgermedium strömt.

Bei einem Feststoffspeicher für solarthermische Kraftwerke können verschiedenste Formen und Materialien zum Einsatz kommen. Vom Naturstein über Beton bis hin zu Kochsalz untersucht das DLR unterschiedlichste Konzepte.

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