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Fokussiert, interdisziplinär, qualitätsorientiert: neue Ziele für die Bundesstiftung Baukultur

Gerade zwei Wochen im Amt hat der neue Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung Baukultur, Reiner Nagel, sich selbst sowie die Ziele und Themenschwerpunkte seiner Arbeit vorgestellt. In einem Pressegespräch am Sitz der Bundesstiftung in Potsdam erläuterte er am Donnerstag, 16. Mai 2013, gemeinsam mit dem Stiftungsratsvorsitzenden Rainer Bomba (Staatssekretär im BMVBS) die Ausrichtung der anstehenden „Konsolidierungsphase“ der mit sieben Jahren immer noch jungen Institution „Bundesstiftung Baukultur“.

Villa der Bundesstiftung, Foto: Till Budde für die Bundesstiftung Baukultur

Dabei wird es vor allem um eine inhaltliche Fokussierung auf drei spezifische Themenfelder gehen. Diese Themen klingen zunächst wenig spektakulär, dafür treffen sie neuralgische Punkte der aktuellen Planungs- und Baukultur. Gleichzeitig spiegeln sie die biografischen Themenschwerpunkte des neuen Vorsitzenden: Wohnen und gemischte Quartiere, öffentlicher Raum und technische Infrastruktur, Planungs- und Prozessqualität. Der Architekt und Stadtplaner Reiner Nagel war vor seinem Eintritt in die Bundesstiftung unter anderem in der Geschäftsleitung der HafenCity Hamburg tätig und zuletzt in Berlin Abteilungsleiter in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Die Projekte Europacity/Heidestraße, IGA 2017, die Nachnutzung des Flughafens Tegel sowie das Stadtentwicklungskonzept Berlin 2030 gehen auf sein Konto. Er ist unter anderem Mitglied im BDA und in der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung.

Reiner Nagel, Foto: Elbe&Flut / Thomas Hampel

Ziel der Bundesstiftung Baukultur ist es nun, die „Diskussion über Baukultur in die allgemeine Öffentlichkeit zu tragen“ und „mit Hilfe einer interdisziplinären Qualitätsdebatte ein Bewusstsein für die gesellschaftliche Relevanz” von Baukultur zu schaffen. Auf konkrete Vorbilder für solch ein gesellschaftliches Bewusstsein für den Wert architektonischer Qualität wollte er sich nicht festlegen lassen, sieht aber Parallelen beispielsweise in der Anerkennung handwerklicher Qualität in Österreich. Die Architekten, die diese Werte schaffen, möchte er auch als „sprechende Botschafter“ dieser spezifischen Qualität gewinnen.

Kommunikation ist der große Rahmen, in dem Reiner Nagel die Arbeit der Bundesstiftung Baukultur verortet: Er bezeichnet sie direkt als „Kommunikationsstiftung“. Die Differenzierung und Verbreiterung der Formate zur Vermittlung von Baukultur in der Öffentlichkeit ist ihm deshalb ein großes Anliegen: Sie reicht von pädagogischen Ansätzen über populäre Medien wie Film und Fernsehen, Diskussionsforen wie der vorhandenen Internet-Plattform bkult bis zu einem „Salon der Baukultur“. Auch die Sichtbarkeit der Stiftungsarbeit für eine breitere Öffentlichkeit – beispielsweise mit Hilfe eines „Schaufensters der Baukultur“ an einem publikumsintensiven Ort – wird angestrebt.

Dass auch die klassischen Architekturmedien dabei nicht zu kurz kommen sollen, deutete bereits das von Nagel heute gewählte Format eines Pressegesprächs am „Runden Tisch“ an. Hier entwickelte sich tatsächlich eine lebendige Diskussion. Deren Inhalte – von der Identitätsfrage der Stiftung im Reigen anderer baukultureller Institutionen bis zu jener der Bewältigung der beiden unterschiedlichen Agitationsfelder „Planungskultur“ und „Baukultur“ – wird die Stiftung und ihren neuen Vorsitzenden sicher noch weiter beschäftigen.

(Cordula Vielhauer)

Weitere Informationen:
www.bundesstiftung-baukultur.de
Diskussionsplattform bkult:
bkult.de

Villa der Bundesstiftung, alle Fotos: Till Budde für die Bundesstiftung Baukultur
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