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Museum Audemars Piguet Ausstellungsdesign, Atelier Brückner, Foto: Giovanni Emilio Galanello

Funkelnde Chronometer: Ausstellungsdesign von Atelier Brückner

Wie eine doppelte Spirale hebt sich das Dach aus der Umgebung und fügt sich gleichzeitig in die sanften Hügel am Rand von Le Brassus ein. Der kleine Ort in einem Hochtal des Schweizer Jura ist Anziehungspunkt für Uhrenliebhaber. Das neue Musée Atelier der Uhrenmanufaktur Audemars Piguet nach dem Entwurf von BIG erweitert die sanierten Bestandsgebäude und schafft einen exklusiven Ort für die Öffentlichkeit. Seine Innenräume sind als Raumkontinuum konzipiert und das Ausstellungsdesign von Atelier Brückner hebt die fließenden Übergänge noch hervor. Innen und außen verschmelzen durch raumhohe gebogene Wände aus tragendem Glas; Ausblicke und Durchblicke begleiten die Besucher bei ihrem Rundgang. Spiegelungen und Schattenwürfe sind prägend für die Atmosphäre des Museums, das sich je nach Tages- und Jahreszeit stets von einer neuen Seite zeigt.

Reduzierte Materialien
Der Parcours durch das Museum, in dem insgesamt 300 Zeitmesser ausgestellt sind, ist als komponierte Narration mit einzelnen Kapiteln angelegt. Im Uhrzeigersinn führt er in das Herz der Spirale und steigt dann gegenläufig wieder an. Glas und Messing, gebleichte Esche und glänzend schwarzer Lack als Oberflächenbeschichtung schaffen eine Atmosphäre, die ebenso unaufdringlich wie exklusiv wirkt. Die sorgfältig im Raum verorteten Vitrinen zeigen Meisterwerke der Uhrmacherkunst, ohne die Blickachsen durch die fließenden Räume zu stören.

Parcours mit einzelnen Stationen
Unter den präsentierten Objekten, die eng mit der 1875 gegründeten Luxusuhrenmarke Audemars Piguet verbunden sind, befinden sich auch eine Taschenuhr von Jules Louis Audemars aus 18 Karat Roségold, die einen ewigen Kalender mit dem Mechanismus der Viertelstunden-Repetition und der unabhängigen, springenden Sekunde verbindet. Die Taschenuhr von Jospeh Piguet von 1769 ist das älteste Objekt der Ausstellung. Neben der Historie der Uhrenmanufaktur sind außerdem mechanische Modelle zu sehen, an denen Besucher das technische Zusammenspiel einzelner Komponenten selbst erproben können. Schwungfeder, Hemmung und Unruh werden auf diese Weise anschaulich und verständlich. Die Szenografie von Atelier Brückner lässt den wertvollen ausgestellten Zeitmessern den Vorrang und feiert das Uhrmacherhandwerk. Das Interieur des Musée Atelier Audemars Piguet inszeniert die Zeit als eine wertvolle Qualität – und zeigt die entsprechenden Pretiosen dazu.

Eine ausführliche Print-Dokumentation finden Sie in unserer Ausgabe DETAIL 12/2020 mit dem Themenschwerpunkt “Bauen mit Beton“.

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