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Gewinner oder Verlierer? Die Bauwirtschaft im Klimawandel


db research, die Forschungsabteilung der Deutschen Bank, hat die Studie „Bauen als Klimaschutz“ publiziert. Darin wird untersucht, wie sich vorhersehbare Maßnahmen gegen den Klimawandel – aber auch die bereits unvermeidliche Erderwärmung – auf die Bauwirtschaft in Deutschland auswirken.
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In der Studie „Bauen als Klimaschutz" wagt db research einen Blick in die Zukunft: Welche Baumaßnahmen werden in den kommenden 30 Jahren ergriffen, um den Klimawandel zu bremsen? Welchen Restriktionen – wie etwa hohen Preisen für CO2-Emissionen durch den Emissionshandel – sieht sich die Bauwirtschaft ausgesetzt? Wo können auch Planer und Architekten von den notwendigen Maßnahmen profitieren? Nicht alle Kapitel der Studie betreffen den Hochbau; große Teile handeln auch von Infrastruktur oder Straßenbau. Dennoch bietet „Bauen als Klimaschutz“ einen guten Überblick über zu erwartende Entwicklungen und bietet dem Leser vor allem eine Fülle an Zahlenmaterial über baukonjunkturelle Entwicklungen und wie sie sich in einer wärmer werdenden Welt fortsetzen werden. Die Kernaussagen der Studie lauten:

 

1. Chancen für die Bauwirtschaft. Einzelne Branchen werden von den Bemühungen um Klimaschutz profitieren – unter anderem die Bauwirtschaft und ihre Zulieferindustrien. Denn zur Reduktion von CO2-Emissionen sind oft Baumaßnahmen nötig.

 

2. Bis 2030 beziffert db research das Baupotenzial auf 150 bis 340 Milliarden Euro. Darin nicht eingerechnet sind Baumaßnahmen am deutschen Kraftwerkspark, die in den nächsten beiden Jahrzehnten notwendig sind. Für die genaue Höhe der zu erwartenden Umsätze sind politische Rahmensetzungen entscheidend, vor allem die Schärfe der künftigen Klimagesetzgebung, aber auch politische Entscheidungen über den künftigen Strommix in Deutschland (Stichwort: Ausstieg aus der Kernenergie – oder doch nicht?)

 

3. Das größte Potenzial liegt in der Sanierung von Altbauwohnungen. Hierauf dürfte laut db research etwa die Hälfte aller Baumaßnahmen entfallen – vorausgesetzt, dass die zahlreichen Hemmnisse in diesem Bereich beseitigt werden.

 

4. Im Nichtwohnsegment gelingt die energetische Sanierung schneller. Hier liegt das Baupotenzial laut db research zwar „nur“ bei rund 50 Milliarden Euro, ist jedoch wahrscheinlich leichter zu heben.

 

5. Der Klimawandel führt zu mehr Bauschäden. Die damit verbundenen Aufräum- und Reparaturarbeiten sowie präventive Maßnahmen bringen ebenfalls Aufträge für Architekten, Ingenieure und Bauunternehmen.

 

6. In den kommenden Jahrzehnten sind umfangreiche Investitionen in den deutschen Kraftwerkspark notwendig, die Bautätgkeit auslösen. Dies betrifft sowohl Erneuerbare Energien als auch konventionelle Kraftwerke – sofern etwa eine Bundesregierung den „Ausstieg aus dem Ausstieg“ aus der Kernenergie beschließen sollte.

 


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