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Operninstallation Ego, Studio Drift, Foto: Marco Borggreve

Hauchzart und massiv: Operninstallation „Ego“ von Studio Drift

Die Nederlandse Reisopera tourt mit wechselndem Programm das ganze Jahr über durch verschiedene Opernhäuser. Für die Neuinszenierung des italienischen Klassikers L’Orfeo, die sich der Geschichte von Orpheus und Eurydike widmet, begleitet die Darsteller anstelle eines starren Bühnenbildes eine flexible Struktur.

Studio Drift ist bekannt für seine experimentellen, großmaßstäblichen Projekte und Ausstellungen. Lonneke Gordijn, eine der Künstlerinnen, die sich hinter dem holländischen Büro verbirgt, taucht für das Projekt in die magische Welt der Operninszenierung ein. Sie schafft „Ego“ – ein räumliches Kunstwerk, das mit Tanz, Musik und Technologie die unterschiedlichen Komponenten der Oper verschmelzen lässt – in enger Zusammenarbeit mit der Regisseurin Monique Wagemakers und der Choreografin Nanine Linning.

„Ego“ besteht aus 16 km japanischer Flourcarbonschnur. Diese ist hauchdünn und reflektierend beschichtet. Mittels eines speziellen Webstuhls wird aus dem feinen Faden eine flexible Skulptur. Fünf rechteckige Flächen ergeben einen weichen Quader ohne Grundfläche. Seine Wandelbarkeit erhält die kinetische Installation über Motoren, die mit den acht Eckpunkten verbunden sind und mit einer speziellen Software und dazugehörigem Algorithmus gesteuert werden. Während der Vorstellung verändert „Ego“ dadurch wie eine Marionette seine Form. Während die gewobenen Bahnen im entspannten Zustand locker in der Luft hängen, verändern sie sich unter der programmierten Krafteinwirkung und schwappen entweder wellenartig vor und zurück oder nehmen eine völlig andere Gestalt an. So wirkt das räumliche Netz je nach Akt abwechselnd entweder fein, leicht und fließend wie ein transparenter Vorhang, oder schwer und starr wie ein Käfig. Es glitzert silbrig im Scheinwerferlicht, begleitet die Akteure und drückt die Gefühle und Stimmungen der Darbietung aus

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