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Waldkliniken Eisenberg, Matteo Thun & Partners, HDR Architekten

Heilende Architektur: Neues Bettenhaus der Waldkliniken Eisenberg

Die Waldkliniken Eisenberg (WKE), ein konzernunabhängiges, kommunales Krankenhaus, haben ihr Orthopädisches Zentrum um ein 5-stöckiges Bettenhaus (plus Untergeschoss und Technikzentrale auf dem Dach) erweitert. Der Neubau, den der Mailänder Architekt und Designer Matteo Thun zusammen mit den global tätigen HDR Architekten geplant hat, wurde noch rechtzeitig vor dem zweiten Corona-bedingten Lockdown am 31. Oktober 2020 eröffnet.

Klinik im grünen Bereich
Für Matteo Thun, der weltweit schon einige Hotels im Luxussegment realisiert hat, ist es der erste Krankenhausbau. Unterstützt wurde er von HDR Architekten, die sich wiederum sehr gut mit Hospitalbauten auskennen. Um Räumlichkeiten und Wege für die Nutzer optimal zu gestalten, erfolgte die Planung im engen Austausch zwischen Architekten und Personal. Abgesehen davon liegen nicht nur das Krankenhaus, sondern auch die Baukosten mit 62,5 Millionen Euro im grünen Bereich.

Patient ist Gast
Entstanden ist ein Gebäude mit hohem Wohlfühlfaktor. Genau das war eines der Anliegen des WKE-Geschäftsführers David-Ruben Thies, der es neben der medizinischen Expertise als wesentlich für den Heilungsprozess ansieht, dass die Umgebung stimmt und sich jeder Patient als Gast fühlt. Für ihn ist der Neubau „etwas Einmaliges in der deutschen Krankenhausgeschichte“, auch weil die Quadratmeterkosten nicht über denen eines „gängigen Krankenhausbaus in gleicher Größe“ liegen. 

Nachhaltiger Rundbau
Der kreisförmige Baukörper hat eine Außenfassade mit horizontaler Holzlattung und vertikalen „Lisenen“ aus Brettschichtholz. Das Lärchenholz der Außenfassade ist über die großen Fensteröffnungen in den Zimmern und Veranden erlebbar. Ein Teil der Betonkonstruktion wird über Betonkernaktivierung für die Temperaturregelung in den Zimmern verwendet. Ein Eisspeicher bildet die Quelle für die Grundtemperatur zur Heizung und Kühlung.

Healing Architecture
Im Haus gibt es 128 Patientenzimmer – davon zehn Privatzimmer – und 246 Betten sowie mehrere Gastronomiebereiche für Patienten, Personal und Besucher mit insgesamt 184 Plätzen. Funktions-, Rückzugs- und Erholungsräume sind mit einem sehr hohen Anspruch an Design und Funktion modern und freundlich gestaltet. In den vorrangig 2-Bett-Zimmern gewährt die Gestaltung von Bad und Wintergarten sowie die versetzte Vis-à-Vis Anordnung der Betten, Möglichkeiten des Rückzugs. Mit Boarding-Bereichen und einem Unit-Pflegekonzept löst der Neubau Barrieren zwischen Patienten, Mitarbeitern und Gästen bewusst auf. 

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Weitere Informationen:

Planung: 2013 – 2017
Ausführung: 6/2016 – 9/2020
Kosten: 62,5 Mio. Euro

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