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Hendrik Brinkmann - DETAIL Stipendiat 2016/2017

Lebenslauf:
Hendrik Brinkmann, geboren 1989 in Rheine, macht seit 2013 seinen Master in Architektur an der Udk Berlin. Er absolvierte Praktika bei modulorbeat-ambitious urbanists & planners, Münster und im Büro Nieto Sobejano Arquitectos, Berlin. Seit 2015 ist er zudem Tutor am Lehrstuhl für Entwerfen und Stadterneuerung bei Prof. Jean-Philippe Vassal. Hendrik Brinkmann hat bereits einige Preise und Stipendien, wie beispielsweise das Baumgarten-Stipendium 2014, den Student-Award des ECCS 2013 und den 1.Preis des „Förderpreis des deutschen Stahlbaus“ 2012, erhalten.

 

Statement der Jury zu den eingereichten Arbeiten von Hendrik Brinkmann:                                                                                                         Im Mittelpunkt der Arbeiten steht die Auseinandersetzung mit dem Erfassen und Fassbar-Machen von Raum in allen Facetten. Dabei reicht das Spektrum der Arbeiten von der Beschäftigung mit neuartigen Tragwerkslösungen, über die Untersuchung utopischer Lösungen für Megastrukturen, bis hin zu deren Umsetzung bis ins Detail. Besonders die Überlegungen zum Einsatz des Tragwerks als gestalterisches Mittel zeigten eine mehrdimensionale Auseinandersetzung mit Architektur. Die entwickelten Raumkonzepte versprechen eine profunde Entwicklung für die Zukunft. Die Motivation, sich dem „Bewusstsein für das Vorhandene, wie einer Offenheit für Neues zu widmen“ möchte die Jury gerne fördern.


Projektbeispiel:

THE SPACIOUS FRAME | Megastruktur in Berlin

Zu dem Thema »The Ringbahn Project« in Zusammenarbeit mit Clemens Waldhart
Digitales and Experimentelles Entwerfen, UdK 2014|15

Die Berliner Ringbahn zieht eine breite, 37km lange Infrastrukturschneise um die Stadt und teilt sie damit in Zentrum und Peripherie. Hochgehoben über diesen linearen Raum setzt sich die Struktur und bietet den tragenden Rahmen zum Schließen dieser städtebaulichen Lücke. Das Tragwerk ist dabei als ein den gesamten Ring umspannendes Kontinuum gedacht, dass im Wechsel von Zug und Druck Elementen einen
flexibel befüllbaren Raum trägt. Der unabhängigen repititiven Struktur soll dabei die individuelle Füllung entgegenwirken. Je nach Abschnitt und Ort bietet diese eine Ergänzung und Verdichtung des Vorhandenen: Wohnraum, Gewerbefläche, Infrastruktur, sowie landschaftlicher Raum.

Struktur-Modul
Die gesamte Megastruktur bildet sich aus einer Reihung eines Moduls. Zwei Infrastrukturkerne und zwei dazwischen gehängte horizontale Rechteck-Gitterroste bilden das Grundgerüst des Struktur-Moduls und spannen zwischen sich den flexibel nutzbaren Raum auf. Das untere Gitterrost wird über Druckstäbe, der obere über von den Kernen abgespannten Zugstäben gehalten. Die horizontalen Ebenen wirken als Fachwerk und schließen damit das System zu zwei Raumtragwerken zusammen. Bei stärkerer Belastung durch die Nutzung können die Knotenpunkten als weitere Ertüchtigung untereinander verbunden werden. Beide Raumtragwerke werden über Vertikale gekoppelt, sodass sie als Einheit mit einem kontinuierlichen Kräftefluss wirken. Je nach Beanspruchung variiert dabei die statische Höhe der kombinierten Zug- und Druck Elemente. Die Knotenpunkte sind sind so konstruiert, dass sie darauf, sowie auf die verschiedenen Positionen reagieren können.

Reihung und Implementierung
In der Reihung entlang des Berliner Rings erweitert sich das Modul zu einer brückenartigen Megastruktur, und damit ebenfalls das Zusammenspiel von Druck und Zug zu einem endlosen Fluss der Kräfte.
Die getragene Füllung kann dabei vielseitige 
Formen annehmen, die sich immer in Beziehung setzt mit der jeweiligen Umgebung: Mehrgeschossige Baukörper, lichte Platzsituationen, Elemente der Infrastruktur, Grünräume uvm.

Kurze Werbepause

Was bedeutet das DETAIL Stipendium für dich bzw. was erwartest du dir davon?       
Während meiner bisherigen Laufbahn in einem sich immer wieder verändernden Umfeld, habe ich gelernt, dass Architektur vor allem Zeit braucht. Zeit, um ein breites und fundiertes Wissen aufzubauen, um mit diesem Wissen eine Idee zu entwickeln und diese Idee präzise auszuformulieren. Das DETAIL-Stipendium stellt mir diese Zeit zur Verfügung.

Welchen Stellenwert hat die Architektur in deinem Leben und welche Themen beschäftigen dich sonst noch?
Ich beschäftige mich mit Kunst, hauptsächlich zeitgenössischer, mit Musik, mit Fotografie, Film und Design. Letztendlich führe ich aber das Interesse in die genannten und weiteren Themen zurück auf das Wahrnehmen und Wahrnehmbar-Machen von Raum. Insbesondere den Schnittbereich der Disziplinen finde ich spannend. Gleichzeitig begeistert mich die Vielseitigkeit der Architektur selbst: vom räumlich-künstlerischen Ausdruck bis hin zum Tragwerk und zur Konstruktion.

 

Über das kommende Jahr hinweg werden die einzelnen Sitpendiaten auf www.detail.de abwechselnd über ihre Studienarbeiten, Reisen und Erlebnisse berichten.

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