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Foto: Jochen Stüber

Historie trifft Moderne: Kongresshalle Leipzig

Die Kongresshalle ist als Gründerzeitbau ein geschichtsträchtiger Ort. Die größte Herausforderung war es daher von vorne herein, die historischen Qualitäten und den Gebäudecharakter bestmöglich zu erhalten. Der von der Stadt Leipzig ausgeschriebene Wettbewerb, den HPP Architekten bereits 2009 gewinnen konnten, beinhaltete neben der Rekonstruktion des denkmalgeschützten Bestands auch dessen Erweiterung. Wenig verwunderlich also, dass diese komplexe Bauaufgabe eine lange Vorlaufzeit nach sich zog, die nun zu ihrem Abschluss kommt.

Die komplette Umsetzung mit der vordergründigen Aufgabe, das Ambiente der bestehenden Räume zu unterstreichen, bzw. ihm gerecht zu werden, gliedert sich in zwei Abschnitte. Der erste Schritt erfolgt mit der teilweisen Sanierung von Nord- und Südflügel, sowie der Rekonstruktion des Bach-Saals und einem neuen Gebäudeteil mit Sälen unterschiedlicher Größen und Themen. Der zweite Teil umfasst weitere Sanierungsarbeiten am Weißen, dem Großen und dem Richard-Wagner-Saal.

Heute gibt es 14 vielseitig nutzbare Veranstaltungsräume. Ganz im Stil des früheren Konzepts sind ihnen berühmte Namen zugeordnet. Von Schiller und Goethe bis Lessing und Mahler ist alles vertreten. Einzigartig ist auch die unterschiedliche Gestaltung der Säle. Das Durchschreiten dieses divergenten Konglomerats wird somit zu einer Reise durch verschiedenste Epochen und Stile. Die Räumlichkeiten fassen von 30 bis hin zu 1200 Personen, folglich können viele Nutzergruppen bedient werden. Neben dem Kongresszentrum findet das Restaurant des anschießenden Zoos im neu errichteten Palmensaal einen angemessenen Platz. Im Untergeschoss gibt es zudem einen großen Ausstellungssaal.

Zusammenfassend zeichnet sich das Projekt vor allem durch die geschickte Fortführung des Bestands aus. Die Gestaltung der Neubauten orientiert sich klar erkennbar an der vorgegebenen Formensprache der historischen Säle. Durch leichte Adaptierung und Modernisierung entsteht ein völlig neues und doch bewahrendes Ganzes. Dem Betrachter bietet sich ein harmonisches Gesamtbild. Besonders deutlich wird das am Beispiel der Fassade des neuen Telemannsaals: Weiße Betonelemente aus überlagerten Spitzbögen werden hier zur perfekten optischen Ergänzung des historischen Weißen Saals.

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