You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken

Hochwertige Fassadendetails prägen das neue Hofstatt Areal in München

Auf insgesamt 65000 m2 entstand eine Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Einkaufen. Für die Architekten galt es, sowohl Neubauten als auch denkmalgeschützte Objekte im Geviert zu einem großen Ganzen zusammenzufügen.

Insgesamt sieben Häuser haben Meili, Peter Architekten auf dem Gelände neu gebaut, saniert oder umgestaltet. Eine dreiarmige, geschwungene Passage legt sich wie ein inneres Organ in die Gebäudestruktur und ermöglicht heute den öffentlichen Zugang aus drei verschiedenen Richtungen. Die Basis für die gesamte bauliche Struktur bildet ein bis zu drei Stockwerke umfassender unterirdischer Sockel. Der Ausgangspunkt für die räumliche Konzeption ist das ehemalige Druckereigebäude im Kern des Ensembles. Das um einen zentralen Innenhof angelegte Haus steht unter Denkmalschutz. Im Rahmen der Umbauarbeiten wurde die Druckerei saniert und überarbeitet. Alle anderen Gebäude orientieren sich an ihr. Durch unterschiedliche Verbindungen mit der fast durchgängigen Randbebauung der Grundstücksfläche entstehen mannigfaltige Innenhöfe. Außen wird das Quartier von vier ­Straßen umfasst. Zu jedem der Straßenzüge hin zeigt es sich dabei mit einem anderen Gesicht.

Am nordöstlich gelegenen Färbergraben ist ein Neubau mit repräsentativer Keramikfassade entstanden. Zwei einzelne Gebäude bilden hier dank gleicher Materialität, aber unterschiedlicher Farbigkeit ein »Geschwisterpaar«. Eine spezielle Glasur in Dunkelgrün und Rotbraun lässt die Textur der ­Keramik durchscheinen. Das erdige Grundmaterial tritt so in einen spannenden Kontrast zu den glatten Fensterflächen. Diese werden wiederum durch zart wirkende, matt schimmernde Fensterprofile eingefasst. Die Deckleisten wurden – genauso wie die hauptsächlich vom Innenraum sichtbare Pfosten-Riegel-Konstruktion – von HD Wahl eloxiert und erhielten dadurch einen hochwertigen Edelstahllook. Die hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Licht- und ­Wettereinflüssen sowie mechanischer Be­anspruchung macht die Oberflächen der Konstruktion und der Abdeckleisten zu dauerhaft hochwertigen Fassadenmerkmalen. Mittig in der Gebäudeansicht wölbt sich die Fassade in den unteren Ebenen nach innen und führt den Besucher so auf die Durchwegung des Areals.

Südöstlich, in der Sendlinger Straße, lockt der Hauptzugang Passanten ins Innere des Gevierts. Neben dem denkmalgeschützten, ehemaligen Redaktionsgebäude der Süddeutschen Zeitung entstand ein Neubau, dessen markante Werksteinfassade ein echter Hingucker ist. Zurückversetzt zu den ornamentalen Werksteinelementen kommt auch hier »Eloxal« von HD Wahl zum Einsatz: die Abdeckleisten der Fensterprofile in einem metallischen Bronzeton treten in ein reizvolles Spiel mit der matten Oberfläche und Farbigkeit der Werksteine. Das Zusammenspiel der Materialien unterstützt die spannungsreiche Tiefenstaffelung der Fassade. Auch von der Hackenstraße gibt es die Möglichkeit, ins Innere des Hofstatt Areals zu gelangen. Lediglich auf der vierten Seite des Quartiers, an der Hotterstraße im Nordwesten, verschließt sich das Stadtquartier nach wie vor für die Öffentlichkeit. Dies ist nicht zuletzt der Nutzung der hier angeordneten Wohnhäuser geschuldet. Die Fassaden der Bauten sind verputzt und unterscheiden sich nur durch leicht abgestufte Farben und Putzstrukturen. Weitere Informationen: HD Wahl GmbH, Jettingen-Scheppach

Kurze Werbepause

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 11/2015
Umnutzung, Ergänzung, Sanierung

Umnutzung, Ergänzung, Sanierung

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.