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Hybrid House Hamburg

Erstes Hybrid House der IBA Hamburg fertig gestellt

Das erste Gebäude in neu entstehenden Quartier Wilhelmsburg Mitte, dem Schaukasten der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg, ist fertiggestellt. Das Hybrid House Hamburg, späterer Verwaltungssitz der internationalen gartenschau igs 2013, zeichnet sich durch ein hybrides Nutzungskonzept aus: Es macht erlebbar, wie das flexible Wohnen von Morgen aussehen kann, und beweist, dass mehr Flexibilität mehr Energieeffizienz bedeuten kann -gepaart mit innovativen architektonischen Ansätzen.

 

Die Hybrid Houses, die momentan auf dem Gelände der Internationalen Bauausstellung IBA in Hamburg errichtet werden, passen sich den Wünschen ihrer Bewohner an, deren Bedingungen des Zusammenlebens sich in immer kürzeren Zyklen ändern. Sie bieten mehr Raum für Arbeitsplätze und erweitern die Aspekte Flexibilität und Nutzungsmischung um das Thema Nachhaltigkeit. Das Ziel sind wirtschaftliche, anpassungsfähige und ökologisch langlebige Gebäude. Sie machen mit ihren Konzepten physisch erlebbar, wie das flexible Wohnen von Morgen aussehen kann, und beweisen damit, dass mehr Flexibilität auch mehr Energieeffizienz bedeuten kann.

Das erste Hybrid House, das igs-Zentrum an der Neuenfelder Straße, wurde nun fertiggestellt. Eröffnet wird es am 9. Oktober 2011. Entworfen von Nägeliarchitekten aus Berlin, ist das vorgestellte Gebäude das erste von insgesamt drei hybriden Häusern, die in Wilhelmsburg Mitte durch die Internationale Bauausstellung IBA Hamburg entstehen werden. Das Gebäude verfügt über einen Ausstellungsraum im Erdgeschoss, welcher der igs und der IBA als Podium dienen wird und später flexibel zu Büro- und Gewerbeeinheiten umgenutzt werden kann. Das modulare Verwaltungsgebäude ist in der Lage, sich den wechselnden Anforderungen und Wünschen seiner Nutzer anzupassen - ressourcenschonend und nachhaltig. Als Investor tritt die Investorengemeinschaft Otto Wulff Bauunternehmung zusammen mit der whp Wohnbau und Projektentwicklung auf.

"Wieder einmal werden in Wilhelmsburg Trends gesetzt. Die Elbinsel als Innovation für Großstädte mit Wohnungsmangel. Durch die unterschiedlichen Module beim Hybrid House wird es in Zukunft schnell möglich sein, Büroflächen in Wohnungen umzuwandeln oder auch andersherum. Durch diese flexible Gestaltung kann man sich immer schnell den Gegebenheiten anpassen, ohne große bauliche Änderungen vornehmen zu müssen", äußert sich Bezirksamtsleiter Markus Schreiber zur Fertigstellung Anfang September.

Die Bewohner von Großstädten verlangen zunehmend nach anpassungsfähigen Bautypologien, nach Häusern, die sich mit den Lebensphasen neu strukturieren und Räumen, die sich verändern. Hybrid Houses sind anpassungsfähige Häuser, die sich mit den Lebensphasen ihrer Nutzer neu strukturieren und ihnen Räume bieten, die sich verändern. Stefan Wulff von der Bauunternehmung Otto Wulff, sagte: "Mit der gemischten Bauweise, der modernen Energieversorgung und seinem flexiblen Nutzungskonzept bringt das Hybrid House gleich drei Innovationen nach Wilhelmsburg - ein guter Start für die Entwicklung des Stadtteils. Wir glauben fest an Wilhelmsburg und freuen uns daher besonders, dass jetzt auch die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt endgültig den Sprung über die Elbe wagt und so Maßstäbe für die Aufwertung des Stadtteils setzt."

Paul Vollmer von der wph GmbH fügt hinzu: "Es war eine besondere Herausforderung gerade hier in Wilhelmsburg das erste Hybrid House zu entwickeln. Dazu bedurfte es einer sehr engen Zusammenarbeit aller Beteiligten: Mit dem Architekturbüro Nägeliarchitekten, der Firma Otto Wulff sowie der IBA. Schließlich galt es einen Typus zu entwickeln, der nicht nur der IBA gut zu Gesicht steht, damit aber nur eine temporäre Aufgabe erfüllt, sondern der die Nachhaltigkeit langfristig unter Beweis stellt. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn das Hybride an diesem Gebäude ist auf dreierlei Weise erlebbar: durch die Mischbauweise aus Holz und Beton, den Rückgriff auf einen Energiemix aus Nah- und Erdwärme und die flexible Nutzung aus Wohnen und Arbeiten. Besonders freut die Investoren außerdem das ressourcenschonende Konzept des Gebäudes. Vollmer ergänzt: "Sein nachhaltiges Gesamtkonzept qualifiziert das Hybrid House Hamburg zudem als Green Building. Es ist bereits mit dem Silber-Siegel der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) vorzertifiziert."

IBA Hamburg - Ausstellung Wilhelmsburg Mitte - Bauen für die neue Stadt
Ab dem 9. Oktober 2011, dem Tag der offiziellen Einweihung, wird im Hybrid House Hamburg außerdem die Ausstellung "Wilhelmsburg Mitte - Bauen für die neue Stadt" zu sehen sein. Sie gibt einen Vorgeschmack auf das vielleicht innovativste Quartier Europas: Im Jahr 2013 werden die Gebäude in Wilhelmsburg Mitte zeigen, wie wir in Zukunft bauen und leben werden.

IBA Hamburg - Bauausstellung in der Bauausstellung
In Wilhelmsburg Mitte entstehen Modellhäuser, die Antworten auf die Frage geben, wie wir im 21. Jahrhundert wohnen und arbeiten. Insgesamt werden 17 Projekte bis 2013 gebaut, die sich modellhaft den Herausforderungen unserer Zeit in Bezug auf die Nachhaltigkeit des Bauens und Zusammenlebens stellen. Unter dem Claim "Bauausstellung in der Bauausstellung" sind vier Themenfelder für die Modellvorhaben zusammengefasst: die Hybrid Houses, die Smart Material Houses, Smart Price Houses und WaterHouses.

Weitere Informationen finden Sie hier 

Bildrechte: IBA Hamburg GmbH / Johannes Arlt

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