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Zukunft des Bauens, DETAIL

»Hybride Konstruktionen«, München // Programm

Die Kombination verschiedener Baustoffe mit ihren spezifischen Eigenschaften und Stärken führt zu immer leistungsfähigeren Konstruktionen. In gestalterischer Hinsicht liegt im Einsatz unterschiedlicher Materialien viel Potenzial für ausdrucksstarke Bauwerke. Wo liegen heute die Möglichkeiten und Grenzen und was können wir von hybriden Bauteilen und Bauweisen in Zukunft noch erwarten?

Vertreter aus Architekturbüros, der Forschung sowie der öffentlichen Hand sprechen am 18. Juli 2019 in München über aktuelle Entwicklungen und präsentieren richtungsweisende Bauvorhaben sowie Forschungsprojekte zum Thema »Hybride Konstruktionen – Herausforderungen und Chancen«.

DETAIL research lädt gemeinsam mit der Forschungsinitiative Zukunft Bau des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) interessierte Architekten und Planer ein gemeinsam über die Zukunft des Bauens zu diskutieren.


REFERENTEN und PROGRAMM

15:30 Uhr     Forschungsfeld »Hybride Konstruktionen« - Trends und Themen aus der Forschungsinitiative Zukunft Bau
Felix Lauffer | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Bonn

16:00 Uhr      Die Bioenergiefassade - ein Hybridsystem aus Photosynthese, Solarthermie und Photovoltaik zur Erzeugung von Biomasse, Wärme und Strom
Dr. Martin Kerner | Strategic Science Consult, Hamburg

16:30 Uhr      Konstruktion, Fertigung und Prozessabläufe – Einflussgrößen und Szenarien im vorgefertigten Bauen
Prof. Jutta Albus | Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen, TU Dortmund

17:00 Uhr     Pause

17:30 Uhr     Green Office® ENJOY
Prof. Gerd Jäger | Baumschlager Eberle Architekten, Berlin

18:00 Uhr     SKAIO – Deutschlands erstes Wohnhochhaus in Holzhybridbauweise
Tabea Huth | Kaden + Lager, Berlin

ca. 19:00 Uhr     Get-together  

Moderation: Eva Herrmann

Änderungen vorbehalten


ANMELDUNG
In meiner verbindlichen Anmeldung sind Getränke und Snacks enthalten. Damit ich die Leistungen kostenlos in Anspruch nehmen kann, stimme ich zu, DETAIL mind. 3 Tage vor der Veranstaltung schriftlich zu benachrichtigen (events@detail.de), falls ich wider Erwarten nicht teilnehmen kann.
Sollte ich danach unerwartet verhindert sein und nicht durch einen Kollegen oder befreundeten Architekten vertreten werden, zahle ich anteilige Stornierungskosten von 30 Euro.

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien unter detail.de/datenschutz.

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PARTNER DER VERANSTALTUNG

Zukunft des Bauens, DETAIL, Partner, BAU 2021, peikko

VORTRÄGE UND REFERENTEN

Zukunft des Bauens, DETAIL, Referent, Felix Lauffer

Foto: zur Verfügung gestellt von Felix Lauffer

Felix Lauffer, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung
Forschungsfeld »Hybride Konstruktionen« – Trends und Themen aus der Forschungsinitiative Zukunft Bau

Hybride Konstruktionen haben baugeschichtlich eine lange Tradition. Heutzutage erfreuen sich vor allem Verbundsysteme aus Holz und Beton immer größerer Beliebtheit. Darüber hinaus gibt es jedoch eine enorme Bandbreite an Materialen und Systemen, zu denen Forschung betrieben wird. Neben den großen technischen Potentialen hybrider Konstruktionen bleibt jedoch oftmals die Frage der Nachhaltigkeit und sortenreinen Trennbarkeit von Materialien unbeantwortet. Der Vortrag gibt einen Einblick, welche unterschiedlichen Lösungsansätze derzeit im Rahmen der Forschungsinitiative Zukunft Bau erprobt werden und zeigt verschiedene Entwicklungsszenarien  und Potenziale.

Felix Lauffer arbeitet als Referent im Referat »Forschung im Bauwesen« im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung) und ist dort als Projektleiter für das Förderprogramm für »Modellvorhaben zum nachhaltigen und bezahlbaren Bau von Variowohnungen« sowie in der Antragsforschung tätig. Nach einem Architekturstudium in Leicester, England und Delft, Holland war er bei Architekturbüros in Rotterdam und Boston tätig, mit Schwerpunkten im Bereich der Stadtentwicklung sowie im Wohnungsbau. Es folgten einige Berufsjahre als selbstständiger Architekt in Rotterdam. Im Jahr 2016 wechselte Felix Lauffer zum Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung.

Zukunft des Bauens, DETAIL, Referent, Martin Kerner

Foto: zur Verfügung gestellt von Martin Kerner

Dr. Martin Kerner, Strategic Science Consult
Die Bioenergiefassade – ein Hybridsystem aus Photosynthese, Solarthermie und Photovoltaik zur Erzeugung von Biomasse, Wärme und Strom

Um das Sonnenlicht optimal zu nutzen, werden in der Bioenergiefassade die Prozesse der Photovoltaik und Photosynthese mit einander gekoppelt, um gleichzeitig elektrische Energie und Mikroalgen Biomasse zu erzeugen. Dabei wird das sichtbare Licht im Bereich 550 -700 nm den Mikroalgen für die Photosynthese zur Verfügung gestellt, während der Bereich 400-550 nm für die Photovoltaik genutzt wird. Die ebenfalls entstehende Wärme wird ausgekoppelt und für die Versorgung des Gebäudes mit Warmwasser und Heizungswärme genutzt. Die Bioenergiefassade ist ein technisch ausgereiftes, marktfähiges System, das deutliche Vorteile gegenüber etablierten Systemen zur Erzeugung erneuerbarer Energie bietet. Im Rahmen des Vortrags wird gezeigt, wie die Bioenergiefassade technisch funktioniert, welche Erträge damit erzielt werden können und welche gestalterischen Möglichkeiten sie bietet.

Die Stationen seiner akademischen Karriere sind das Diplom in Biologie im Jahr 1986, der Doktorgrad in Hydrobiologie in 1991, die Habilitation in 1996 in Limnologie und die Venia Legendi in Hydrobiologie. Nach Jahren der Forschungstätigkeit an verschiedenen Universitäten und Forschungsinstituten gründete Herr Kerner 2002 die SSC Strategic Science Consult, die er als Geschäftsführer leitet und seit 2007 von einer Beratungsgesellschaft zu einer führenden Schmiede für innovative Biotechnologie weiterentwickelte. Als Geschäftsführer der SSC GmbH koordiniert Herr Kerner nationale und internationale Forschungskonsortien aus Universitäten, Forschungszentren und Industrieunternehmen.

Zukunft des Bauens, DETAIL, Referent, Jutta Albus

Foto: zur Verfügung gestellt von Jutta Albus

Prof. Jutta Albus, Technische Universität Dortmund
Konstruktion, Fertigung und Prozessabläufe – Einflussgrößen und Szenarien im Vorgefertigten Bauen

Vor dem Hintergrund von Effizienzsteigerung und Kostensenkungspotentialen wurden im Rahmen der Zukunft-Bau-Forschungsstudie »Prefab Housing« unterschiedliche Herangehensweisen am Beispiel des Vorgefertigten Wohnungsbaus untersucht. In Zusammenarbeit mit herstellenden Unternehmen soll eine Bewertungsmatrix Aufschluss über den Einsatz sowie die Zusammenhänge von Material, Konstruktion und Herstellungsart im Hinblick auf die zu erwartenden Kosten einer Planung geben. Aufgrund der hohen baurechtlichen Anforderungen sind Konstruktionen aus Verbundmaterialien unumgänglich. Inwieweit können Vorteile durch hybride Bauteile dazu beitragen, die Dauerhaftigkeit von Konstruktionen zu steigern und gleichzeitig eine sortenreine Entsorgung gewährleisten? Durch die Produktion und Herstellung im witterungsgeschützten Umfeld wird generell eine hohe Qualität im vorgefertigten Bauen erreicht, die materialunabhängig viel Raum für innovative Lösungen bereithält.

Jun. Prof. Dr.-Ing. Jutta Albus ist eine Architektin, die die Juniorprofessur Ressourceneffizientes Bauen an der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen der TU Dortmund leitet. Bei ihrer aktuellen Tätigkeit konzentriert sie sich auf die Entwicklung von innovativen Planungsmethoden, die durch effiziente Fertigungstechnologien ein hohes gestalterisches Potential erreichen, und zu ökologisch, technisch und ökonomisch hochwertigen Lösungsansätzen im Bauen führen. Jutta Albus studierte Architektur an der TU Darmstadt und hat ihre Dissertation mit dem Thema »Prefabrication and Automated Processes in Residential Construction« an der Universität Stuttgart im Jahr 2016 abgeschlossen. Vor Ihrer akademischen Tätigkeit hat Sie in internationalen Architekturbüros in London, Zürich und New York gearbeitet.

Zukunft des Bauens, DETAIL, Referent, Gerd Jäger

Foto: © Beat Presser

Prof. Gerd Jäger, Baumschlager Eberle Architekten
Green Office® ENJOY

Unter hybriden Konstruktionen verstehen wir die Fügung unterschiedlicher Baustoffe mit dem Ziel der Optimierung ihrer jeweiligen Eigenschaften einerseits und ihrer Verbundwirkung auf der anderen Seite. Im Falle des »Green Office enjoy«, das unser Büro kürzlich in Paris fertigstellen konnte, handelt es sich um ein Bauwerk, in dem Holz und Beton zum Einsatz gekommen sind. Das Erdgeschoss und Kerne wurden in Stahlbetonkonstruktion errichtet und die sechs bis acht Obergeschosse in Holzkonstruktion. Da sich das Grundstück zu 85 % auf einer Brücke über die Pariser Eisenbahntrasse erstreckt, die in ihrer Lastaufnahme limitiert ist, war die Minimierung des Gewichts das ausschlaggebende Kriterium für die Wahl der Konstruktion. Anstelle des ursprünglich vorgesehenen niedrigen 4 – 5-geschossigen Bauwerkes konnte durch die Leichtbauweise am Eingang des neuen Stadtquartiers die städtebaulich notwendige Dominante entstehen.

Gerd Jäger studierte von 1981 bis 1987 Architektur an der Technischen Universität Stuttgart sowie an der ETH Zürich. Seine Lehrtätigkeit nahm er als Assistent 1989 bei Prof. H.E. Kramel am Lehrstuhl für Entwurf und Baukonstruktion an der ETH Zürich auf und führte sie von 1991 bis 1994 bei Dietmar Eberle am Lehrstuhl für Entwurf und Wohnungsbau, ETH Zürich fort. In Schwerin gründete er 1993 das Architekturbüro jäger jäger. Zunächst unterrichtete er als Dozent von 2000 bis 2002 an der Fachhochschule Wismar, später als Ordentlicher Professor für Entwurf, Baukonstruktion und Baubetrieb an der Fachhochschule Kiel. Seine Lehrtätigkeit führte ihn von 2004 bis 2006 als Honorarprofessor an das Poliytechnikum nach Namibia. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied des Vorstandes der Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern und von 2006 bis 2012 Vorsitzender des Vorstandes des BDA Mecklenburg-Vorpommern. Seit 2010 ist Gerd Jäger Partner und geschäftsführender Gesellschafter von Baumschlager Eberle Architekten Berlin.

Zukunft des Bauens, DETAIL, Referent, Tabea Huth

Foto: zur Verfügung gestellt von Tabea Huth

Tabea Huth, Kaden + Lager
SKAIO – Deutschlands erstes Wohnhochhaus in Holzhybridbauweise

Das Holzhochhaus SKAIO ist beispielhaft für die Leistungsfähigkeit des urbanen Holzbaus und ein Modellprojekt im Bereich des experimentellen Wohnbaus. Mit diesem Projekt werden neue Wege im nachhaltigen Wohnungsbau beschritten und Lösungen für die großen gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit gezeigt: Bauen mit Holz trägt zum Klimaschutz und zur Energiewende bei, ist ressourceneffizient und nachwachsend. Acht Stockwerke aus Brettsperrholz, die auf einem Sockelgeschoss aus Stahlbeton sitzen, bilden das 10-geschossige, rund 34 Meter hohe Stadthaus – ein neuer, deutscher Höhenrekord im Holzbau. Die tragende Konstruktion des Gebäudes ist aus Fichte Massivholz, lediglich die brandtechnisch sensiblen Bereiche wie Treppenhaus und Aufzugsschacht sind aus Stahlbeton. Die Aspekte der Nachhaltigkeit standen bei allen Entscheidungen zu Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung bis zu einem künftigen Rückbau und der Entsorgung des Gebäudes im Mittelpunkt.

Tabea Huth ist seit 2016 als feste Mitarbeiterin bei Kaden+Lager tätig und unter anderem als Projektleiterin bei prototypischen und visionären Projekten wie dem Wohnblock am Pistoriusplatz Berlin Weißensee und dem 1. Holzhochhaus Deutschlands in Heilbronn, als auch für Wettbewerbs- und Werkstattverfahren mitverantwortlich. Mit ihrer Teilnahme am Solar Decathlon Washington 2009 hat sie sich erstmalig intensiv mit zukünftigen Wohnformen auseinandergesetzt. Diese dann im Zusammenhang mit ihrer Arbeit bei DGJ-Architekten in Frankfurt am Main im urbanen Maßstab weiterentwickelt und im Rahmen ihrer aktuellen Arbeit bei Kaden + Lager in Berlin fortführend umgesetzt. Ihre berufliche Expertise in den Bereichen moderner Holzbau, Baukonstruktion und Gebäudeentwurf hat sie im Rahmen eines berufsbegleitenden Aufbaustudiums an der TH Rosenheim vertieft und mit ihrer Abschlussarbeit zum Thema »Entwicklung eines seriellen und standardisierten Baukastensystems für Aufstockungen in Holzbauweise« 2018 erfolgreich abgeschlossen.

ALLE VERANSTALTUNGEN IM ÜBERBLICK

Hamburg, 12. September 2019
Vision Bau: Materialien, Technologien, Produkte

Frankfurt, 24. Oktober 2019
Kostengünstiger Wohnungsbau – Konzepte für Mensch und Architektur

PARTNER DER VERANSTALTUNG

Zukunft des Bauens 2019, DETAIL research, Berlin, Partner, Sponsoren, BAU 2021

BAU 2021

Die BAU, Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme, ist die größte und bedeutendste Veranstaltung der Branche. Die nächste BAU findet vom 11. bis 16. Januar 2021 auf dem Gelände der Messe München statt. Erwartet werden rund 2.200 Aussteller aus rund 45 Ländern sowie mehr als 250.000 Besucher aus aller Welt. Auf 200.000 m² Fläche – das Gelände ist seit Jahren komplett ausgebucht – präsentiert die BAU in 18 Messehallen Architektur, Materialien und Systeme für den Wirtschafts-, Wohnungs- und Innenausbau im Neubau und im Bestand. Sie führt, weltweit einmalig, alle zwei Jahre die Marktführer der Branche zu dieser Gewerke übergreifenden Leistungsschau zusammen. Das Angebot ist nach Baustoffen sowie nach Produkt- und Themenbereichen gegliedert. Die BAU spricht alle an, die mit der Planung sowie mit dem BAU und dem Betrieb von Gebäuden aller Art zu tun haben. Mit mehr als 65.000 Planern ist die BAU zugleich die weltgrößte Fachmesse für Architekten und Ingenieure. Die zahlreichen attraktiven Veranstaltungen des Rahmenprogramms, darunter hochkarätige Foren mit Experten aus aller Welt, runden das Messeangebot ab.

Zukunft des Bauens, DETAIL, Partner, peikko

Peikko Group

Peikko Group ist ein führender Anbieter von Lösungen für Slim-Floor-Konstruktionen und Verbindungstechnik im konstruktiven Ingenieurbau und in der Architektur. Innovative Produktlösungen für vielfältige Anwendungen im Stahlbetonbau und in Verbundkonstruktionen brechen bestehende Raster auf und gestalten das Planen und Bauen schnell, effizient und sicher.

Das Familienunternehmen Peikko wurde 1965 in Finnland gegründet und beschäftigt weltweit über 1.800 Mitarbeiter. Zu allen Produkten bietet Peikko einen außerordentlich qualifizierten Technischen Support und steht jederzeit für spezifische Lösungen zu Verfügung. Insbesondere in hybriden Konstruktionen, beispielsweise im Holz-Beton-Verbundbau können Baustoffe nach ihren jeweiligen Stärken miteinander kombiniert werden und eine symbiotische Verbindung miteinander eingehen.

Weitere Informationen unter peikko.de.   

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