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Snøhetta, Innsbruck, ASI Reisen

In der Stille: Bürobau für ASI Reisen bei Innsbruck

Was für eine Adresse für einen Bürobau, einen solchen zumal: „In der Stille 1“ lauten Straßenname und Hausnummer des neuen Firmensitzes von ASI Reisen in Natters südlich von Innsbruck. Das Grundstück liegt außerhalb des Ortskerns am Waldrand, zwar nur 5 km vom Innsbrucker Zentrum entfernt und doch gefühlt endlos weit davon weg. Der Holzbau mit 65 Arbeitsplätzen, den die Architekten von Snøhetta hier errichtet haben, spiegelt die Lage in der Natur ebenso wie die gleichsam „angeborene“ Naturnähe des Bauherren: 1963 als Alpinschule Innsbruck gegründet, bietet ASI Reisen vor allem Wander-, Rad- und Erlebnisreisen auf allen Kontinenten an.

Nur der Keller und der aussteifende Kern des Hauses bestehen aus Stahlbeton, der Rest ist ein Holzskelettbau mit aussteifenden Massivholzelementen. Sie finden sich vor allem im Westteil des Gebäudes, wo die Nebenräume, der Haupteingang und das Treppenhaus liegen. Für die Holzfassade verwendeten Snøhetta eine alte Methode zur Holzkonservierung, sogenanntes Yakisugi, bei der die Oberfläche des Materials leicht verkohlt und so karbonisiert wird. Das bewirkt auch ohne Anstrich einen Witterungs- und Insektenschutz. Vor den Fassaden ist ein Klettergerüst aus Metall angebracht. An der Westseite – wo sich das Haus zu dem parkartigen Grundstück öffnet – dient es auch als Balkon. 17 unterschiedliche Pflanzenarten ranken sich an der Gerüstkonstruktion empor, vermitteln Naturnähe und schützen vor Blendung und Sonnenwärme. Auch im Inneren gliedert ein „Pflanzen-Regal“ aus schwarzem Metall die Bürozonen und bietet Stauraum und Ablageflächen.

Das Energiekonzept des Neubaus kombiniert Low-Tech mit Effizienz.  Eine reversible Luft-Wasser-Wärmepumpenanlage (40 kW) heizt und kühlt das Gebäude über die Bodenheizung bzw. -kühlung. Raumtemperatur-, Feuchte-, CO2- Fühler sowie Windfühler steuern vollautomatisch die natürliche Lüftung über mechanisch angetriebene Lüftungsflügel. Die natürliche Lüftung nutzt den thermischen Auftrieb im zweigeschossigen Foyer sowie die Winddruckverhältnisse, um das Gebäude mit Frischluft zu durchströmen. Auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage als Überschussanlage betrieben. Der dort erzeugte Strom deckt einen Teil des Eigenstromverbrauchs ab.

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