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Ferienhaus, Gerswalde, Thomas Kröger Architekten

Japan in der Uckermark: Ferienhaus in Pinnow

Die Uckermark zählt zu Deutschlands am dünnsten besiedelten Landstrichen. Wohl gerade deswegen entdecken in den letzten Jahren immer mehr Menschen die sanft hügelige, von zahllosen Seen gesprenkelte Moränenlandschaft als Feriendestination. Das Seegrundstück am Ortsrand von Pinnow, auf dem Thomas Kröger Architekten ihr jüngstes Projekt errichtet haben, besitzt in Miniaturform fast alle Elemente der Gegend: Hügel, Wald, ein Seeufer, außerdem eine Kirschplantage und Gewächshäuser.

Insgesamt zwei Ferienhäuser, halb Folly und halb Wohndomizil, haben die Architekten hier für einen privaten Bauherren geplant. Das erste ist nun fertiggestellt: ein sechseckiger Pavillon mit erst sanft, dann steiler ansteigender Dachhaube. Sie erinnert nicht nur zur Kirschblütenzeit an fernöstliche Pagodendächer – oder eben an die von ihnen inspirierten Teepavillons historischer Landschaftsgärten in Europa. Ihre Diagonaldeckung aus quadratischen Metallschindeln endet in einem sägezahnartigen Rand ohne Dachrinne.

Im Obergeschoss gibt ein großes Oberlicht vom Schlafzimmer aus den Blick auf den Sternenhimmel frei. Auch drei der sechs Fassaden sind großflächig verglast und bieten Ausblicke sowohl zum See als auch in die Kirschbäume. Die drei übrigen Seiten des Hauses enthalten nur je ein mittig angeordnetes, großes Lochfenster und zeigen ansonsten ein vertikales Streifenmuster aus schwarz gestrichener Holzbeplankung mit weißen Deckleisten. Dahinter verbirgt sich eine Holzkonstruktion in Tafelbauweise, die zur Verbesserung des Raumklimas an einigen Stellen ausgemauert wurde.

Unweit des Pavillons soll in einem zweiten Bauabschnitt auf einer kleinen Anhöhe ein zweiter Neubau, der »Turm« errichtet werden. Das kubische Gebäude wird sich eher geschlossen präsentieren; die Fenster, so die Planung, werden in pyramidenförmigen Ausstülpungen und Einkerbungen in den Fassaden platziert. Die Fassaden sollen mit Holzschindeln verkleidet und die Innenräume nach Loos’scher Manier als Raumplan mit unterschiedlichen, ineinander verschachtelten Raumhöhen organisiert werden.

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Weitere Informationen:

Projektteam: Filip Soares, Laura Becqueriaux, Andreas Heim
Tragwerksplaner: Ziegert & Seiler Ingenieure
Zimmermannsarbeiten: Zimmerei Gadow & Rose, Perleberg
Heizung Sanitär: Dewald & Kriesel GbR, Prenzlau
Mauerwerk: Baugeschäft Gutzmann, Prenzlau
Rohbauarbeiten: Schwedenplatte, Berlin
Elektroarbeiten: Elektro-Meisterbetrieb, Hohengüstow
Terrazzo: RW Wand- 6 Bodentechnik, Robert Wollschläger, Lüdersdorf
Fensterbau: Oliver Giese, Liebenwalde
Dachdecker: Bauklempnerei Ness GmbH, Berlin
Bodenbelagsarbeiten: Fiala Parkett GmbH, Berlin

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