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Alejandro Soffia, Valparaiso, Doppelhaus

Konsequent modular: Doppelhaus bei Valparaiso

Rundum in Schwarz präsentiert sich dieses Doppelhaus für ein Brüderpaar am Rand des Küstenorts Cachagua an der chilenischen Pazifikküste. Lange Zeit hatte der Architekt Alejandro Soffia für Fassaden und Dach eine Holzverschalung geplant. Letztlich fiel die Wahl hier auf eine dauerhaftere Verkleidung mit dunklem Faserzement. Innen sind die Wände und Decken mit hellem Kiefernholz verschalt. Auch wenn der konstruktive Aufbau so nicht mehr unmittelbar ablesbar ist, lassen die Fassaden mit ihren geschosshohen Fenstern doch noch unschwer die modulare Gebäudekonstruktion erahnen.
   
Das Haus dient seinen Eigentümern als Zweitwohnsitz für Ferien und Wochenenden. Jedes der beiden Ehepaare hat vier Kinder; außerdem war in jeder Doppelhaushälfte ein Zimmer für eine Hausangestellte unterzubringen und in einer der beiden Wohneinheiten gibt es noch ein zusätzliches Gästezimmer. Der Hausgrundriss variiert die Typologie der traditionellen Shotgun houses aus den US-Südstaaten. Diese werden jedoch von der Schmalseite erschlossen und bestehen, aus einer einzigen Enfilade von Räumen, die sich in die Tiefe des Grundstücks erstreckt. Bei dem Haus von Alejandro Soffia befinden sich die Hauseingänge hingegen in einem eingeschossigen Annex an der Südseite.

Für seinen Bau griff Soffia weitgehend auf Structural Insulated Panels, kurz SIPs, zurück. Diese selbsttragenden Sandwichpaneele bestehen aus einem Dämmkern aus Hartschaumstoff und zwei Deckschichten aus OSB-Platten. Sie werden heute meist mit OSB-Deckschichten im Einheitsmaß 122 x 488 cm hergestellt. Die größere Kantenlänge gab in diesem Fall die Hausbreite vor, die kürzere bildet das Grundmodul der Fassaden. Um ihnen zusätzliche Biegesteifigkeit zu verleihen, wurden die Sandwichpaneele entlang der Kanten durch Holz- und in Einzelfällen auch durch Stahlprofile verstärkt.

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Weitere Informationen:

Mitarbeit:
 Francesco Borghi
Bauunternehmen:
 Mauricio Jara

Eine ausführliche Print-Dokumentation finden Sie in unserer Ausgabe DETAIL 1+2/2019 mit dem Themenschwerpunkt »Materialästhetik«.
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Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 1+2/2019
DETAIL 1+2/2019, Materialästhetik

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