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Dietger Wissounig Architekten, Graz, Josefhof

Landschaftlich eingebettet: Gesundheitszentrum Josefhof am Stadtrand von Graz

Das unwirtschaftlich gewordene Bestandsgebäude mit zuvor 71 Zimmern ersetzen die Architekten durch einen Neubau mit 120 Zimmern, der sich mit der arenaartigen Topografie verzahnt. Drei schmale langgestreckte Baukörper schweben teilweise über oder graben sich in das Gelände hinein. Atrien mit heimischer Bepflanzung unterstreichen das gestalterische Anliegen, die Landschaft durch das Gebäude fließen zu lassen. Ausblicke auf den nahegelegenen Grazer Hauberg Schöckl und die umliegende Wald- und Wiesenlandschaft bestimmen die Organisation des Raumprogramms.

Die Baukörper sind so angeordnet, dass sich ihre Dächer jeweils auf Brüstungshöhe des darüberliegenden Baukörpers befinden. Dazwischen fließt die Landschaft in seiner naturbelassenen Topografie durch. Diese Anordnung garantiert allen Zimmern einen freien Blick in die umliegende Umgebung. Die Aufenthalts- und Seminarräume für verschiedene Workshops der betrieblichen Gesundheitsvorsorge oder der Raucherentwöhnung bieten neben Ausblicken auch freie ebenerdige Ausgänge in den Naturraum.

Über die Architektur werden die Abläufe im Gebäude repräsentativ nach außen getragen. Mit großen Verglasungen in der Fassade sind die Erdgeschosszonen offen und transparent gestaltet. Die Formation der drei Baukörper repräsentiert den Ablauf innerhalb des Gebäudes vom Ankommen über das Ambulatorium und die Therapiezonen bis hin zum Wellnessbereich.

Die von den Zimmern direkt einsehbaren Dächer des Mittel- und Südschiffs sind als begrünte Dachflächen geplant. Das Nordschiff ist mit einer normalen extensiven Begrünung versehen. Diese fördert das Mikroklima in der direkten Umgebung, bietet einen verbesserten Schallschutz und verlängert die Lebensdauer der Dachhaut. Mit Hilfe außenliegender Alu-Lamellen wird die Fassade vor der Sommersonne geschützt, die tiefstehende Wintersonne jedoch in die Innenräume geleitet.

Die Verwendung ökologischer Baustoffe und der Einsatz entsprechender technischer Maßnahmen stehen für eine sinnvolle Nachhaltigkeitsstrategie. Die klar konzipierte Gliederung des Gebäudes sowie ein strukturiertes Erschließungs- und Wegesystem im Inneren und eine gute Orientierbarkeit ermöglichen einen leichten und effizienten Betrieb des Gebäudes.

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