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Lernen von Mutter Natur: Symposium „Prototype Nature“ in Essen

Das 21. Jahrhundert wird vielfach als Zeitalter der Biologie bezeichnet. Biotechnische und bioinspirierte Innovationen verändern heutige Produktionssysteme und unseren Alltag. Mikroorganismen und Enzyme produzieren hochspezifisch das, wozu in der Vergangenheit oftmals chemische Produktionsanlagen erforderlich waren. Die Bionik beweist, dass die im Laufe der Evolution entstandenen Lösungen konventionellen Technologien nicht selten überlegen sind. Gleichzeitig wandelt sich aber auch die Biologie selbst. Gentechnik und synthetische Biologie stellen den Prinzipien der Evolution eine zweckgerichtete Weiterentwicklung von Organismen zur Seite.

Das Symposium „Prototype Nature“ soll diese Vielfalt an Interaktionen zwischen Biologie und Technik vorstellen und reflektieren. Geistes-, Natur- und Technikwissenschaftler, Gestalter und Künstler stellen ihre sehr unterschiedlichen Zugänge zu dieser Entwicklung dar. Im Rahmen des Symposiums stellt Christine Kanstinger, Tochter von Frei Otto, das naturinspirierte Lebenswerk ihres Vaters vor. Doreen Westphal (Fungi Futuri) und Antoni Gandia zeigen, wie man Pilze züchtet und für welche innovativen Anwendungen sie heute genutzt werden. Julia Krayer (Fraunhofer UMSICHT; Folkwang Universität der Künste) gewinnt aus der Teehaut – einem Abfallprodukt der Herstellung von Kambucha – einen vielseitigen lederähnlichen Werkstoff. Jan Bunse und Rolf Morgenstern (Die Urbanisten) beweisen, dass eine Aquaponikanlage, ein gekoppeltes System aus Fischen und Pflanzen, stabil betrieben werden kann und vielfältige Ökosystemdienstleistungen ermöglicht. Über den Nutzen komplett autarker Biosphären für Raumfahrt und Umwelttoxikologie informiert Matthias Dünne (OHB Space Systems). Wolfgang Sachs (Sachs Engineering) demonstriert wie die Natur zum Ideengeber für robuste technische Bauteile wird. Jan Jacob Borstlap (Bernotat & CO) zeigt, was das Design von Naturformen lernen kann.

Prototype Nature wird veranstaltet von der Folkwang UdK (Essen) und von Fraunhofer UMSICHT (Oberhausen), ist gefördert durch die IKEA Stiftung. Sowohl das Symposium als auch die Ausstellung finden im Sanaa-Gebäude auf dem Areal der Zeche Zollverein in Essen statt.

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