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Vollautomatische Parken von Serva

Maximale Flächenausnutzung durch automatisches Parken

Serva Transport Systems GmbH hat das vollautomatische Parken mit seinem patentierten Roboter »Ray« vorangebracht. Rays System wurde in einer alten Bootshalle in Oberbayern von Rupert Koch, Cary Bellaflor und Leopold Meirer entwickelt. Die zwei jungen Ingenieure und der Architekt hatten 2010 die Idee, mit einem Roboter das Parken bequemer zu machen. Denn mit immer größer werdenden Autos wird das Manövrieren in engen, verwinkelten Parkhäusern immer schwieriger. Dies sollte nach Vorstellung der Entwickler nun eine Art Gabelstapler übernehmen. So entstand das ganz besondere Parksystem, das den vorhandenen Raum besser nutzt und das Parken schneller und komfortabler macht.

Seit 2013 ist die innovative Entwicklung des jungen Unternehmens serienreif. Die automatisierte Parkanlage übernimmt bereits seit 2014 den Transport und das Parken von Pkws am Düsseldorfer Flughafen. Ray funktioniert leicht und ist einfach zu installieren. Der Parkkunde gibt sein Auto an einer großzügigen Übergabestation ab und mit einfachen Terminals und Smartphone-Apps ist das Parken bequem erledigt. Den weiteren Parkvorgang übernimmt ein hoch-flexibles, fahrerloses Transportfahrzeug (FTF). Es passt sich automatisch den Dimensionen des jeweiligen Wagens an und bringt ihn sicher ans Ziel. Da das System keine Schienen benötigt, ist es in der Lage, individuelle Routen zu fahren und auch auf engstem Raum zu manövrieren. Es ist flexibel einsetzbar und eignet sich sowohl für Pkw-Logistik-Unternehmen und Pkw-Hersteller, als auch für Autovermietungen, Parkhäuser an Flughäfen oder in Städten. Die Hauptvorteile sind die kompakten und raumeffizienten Parklösungen, mit denen bis zu 60 % mehr Fahrzeuge auf derselben Prakfläche untergebracht werden können.

2015 folgte eine Zusammenarbeit mit Volkswagen, bei der die Idee weiterentwickelt wurde. Beim Parkvorgang kommuniziert das Auto direkt mit Ray. So werden Sicherheitsabfragen, die bisher am Check-In-Terminal gestellt wurden, schon im Vorfeld via Bluetooth zwischen Auto und Roboter geklärt.
So wird das Parken für die Fahrer noch komfortabler. Künftig sollen Volkswagen serienmäßig mit der neuen Technologie ausgestattet werden. Weitere Kooperationen und Projekte, wie etwa ein Pkw-Zwischenlager in der Automobilindustrie, für Old-Timer oder abgeschleppte Autos, sind in Planung.Für das Prinzip der Serva-Transport-Systems werden keine Umbauten oder zusätz-liche Einbauten benötigt. Dadurch lässt sich das System in wenigen Tagen auf bestehenden Flächen in Betrieb nehmen. Diese einfache, flexible und schnelle Umsetzung ist einer der großen Vorteile gegenüber herkömmlichen Systemen automatisierter Parkanlagen.

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Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 10/2015
Bauen mit Stahl

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