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Metamorphose des Schilfrohrs – Matrizen verwandeln organisches Material zu Beton

Der Architekt François Fontes kombinierte bei der Planung des Lycée Marc Bloch im südfranzösischen Sérignan eine traditionelle mit einer modernen Bauweise und lässt so anspruchsvolle Architektur entstehen. Die Fassadenflächen der Gebäude bestehen größtenteils aus strukturiertem Sichtbeton, die das Relief von aufgestellten Schilfbündeln nachempfinden. Damit erinnert der Architekt an eine 700 Jahre alte Bautradition der Camargue. Das organische Material wurde zum Decken der Dächer und zum Dämmen genutzt. Die damit erstellten Bauelemente zeigten häufig ein typisches Relief. Genau dieses nahm der Architekt wieder auf. Um die Oberflächengestaltung in Beton zu realisieren, setzte er »Noeplast Strukturmatrizen« von Noe-Schaltechnik ein. Für die Herstellung der Schalung wurde natürliches Schilfrohr mit flüssigem Polyurethan abgeformt. Seit Anfang 2014 ist die Matrize »Camargue« mit dem Schilfmotiv auf dem Markt. Das Unternehmen bietet einen besonderen Service an. Dieser umfasst das werkseitige Aufkleben der Matrizen auf eine Trägerplatte und das Verschrauben mit einem Schalungselement. Dies ist vor allem bei Ortbetonbaustellen eine wertvolle Hilfe, da hier häufig kein ebener, staubfreier Untergrund vorhanden ist und Temperaturschwankungen das Aufkleben der Matrize zusätzlich erschweren. Die Struktur von
Noeplast ist so beschaffen, dass sie bis zu 100-mal wiederverwendet werden kann. Die Reinigung mit Wasser und eine erneute Behandlung mit Trennmitteln reichen hierfür aus.

Stichworte:
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 6/2014

Bauen mit Beton

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