You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken

Mission Zero: Bürogebäude in Hoofddorp von Paul de Ruiter

Der Logistikkonzern TNT will in den kommenden Jahren komplett CO2-neutral werden. Einen Meilenstein auf diesem Weg bildet seine neue Niederlassung im niederländischen Hoofddorp: Gefordert waren Emissionsfreiheit, ein »Platinum«-Zertifikat nach dem amerikanischen LEED-System und die bislang kaum erreichte Bestnote A+++ im niederländischen Energieausweis

Architekten: Paul de Ruiter, Amsterdam
Standort: Taurusavenue 111, 2132 LS Hoofddorp, Niederlande

TNT Niederlassung in Hoofddorp, Paul de Ruiter
Foto: Piers Kers
TNT Niederlassung in Hoofddorp, Paul de Ruiter
Foto: Bowie Verschuuren

Der sechsgeschossige Neubau von Paul de Ruiter wird über ein zentrales, in West-Ost-Richtung verlaufendes Atrium erschlossen. Seine Nordseite ist komplett verglast; die Büros im Süden erhielten horizontale Fensterbänder (Fensterflächenanteil 50 %). Stützenabstände von über 16 Metern in Nord-Süd-Richtung, die das Gebäude in lediglich drei »Schiffe« unterteilen, sollen eine spätere Umnutzung erleichtern. Flächensparend wirkt sich auch der Verzicht auf fest zugewiesene Arbeitsplätze aus. In den offenen Bürobereichen sind lediglich einzelne Arbeitsplätze und Besprechungsräume mit Glaswänden abgetrennt.

TNT Niederlassung in Hoofddorp, Paul de Ruiter
Foto: Alexander van Berge
TNT Niederlassung in Hoofddorp, Paul de Ruiter
Grundriss 1. Obergeschoss
TNT Niederlassung in Hoofddorp, Paul de Ruiter
Grundriss Erdgeschoss

Eine Hybridlüftung sowie Heiz- und Kühldecken, die via Wärmepumpe aus Erdsonden gespeist werden, temperieren die Räume. Strom und Wärme für das Gebäude liefert ein Blockheizkraftwerk, das vorwiegend mit organischen Haushaltsabfällen aus der Umgebung befeuert wird. Es versorgt auch die benachbarten Bürogebäude im Gewerbepark Beukenhorst-Süd mit Wärme.

TNT Niederlassung in Hoofddorp, Paul de Ruiter


TNT Niederlassung in Hoofddorp, Paul de Ruiter
Schnitt

Über 20 % aller Baumaterialien sind recycelt, und über 40 % stammen (eine Anforderung des LEED-Systems) aus einem Umkreis von 500 Meilen. Verwendet wurden unter anderem Schafwolle aus den Niederlanden, Flachsdämmung aus Belgien sowie Holz und Holzwolle-Zementplatten aus Deutschland. Zur Schau trägt das Gebäude seine Nachhaltigkeit jedoch nur an wenigen Stellen wie den Teppichen aus Recyclinggarn oder den Wandverkleidungen aus recyceltem Filz, die die Innenarchitektin Odette Ex für den Neubau entwarf.

Aktuelles Heft
DETAIL 11/2018
DETAIL 11/2018, Licht und Raum

Licht und Raum

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.