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Studentenwohnheim in Regensburg, Behnisch Architekten, Foto: David Matthiessen

Mit den Farben der Natur: Studentenwohnheim in Regensburg

Denkmalgeschützte Gebäude, ausgedehnte Grünflächen und ein alter Baumbestand machen die ehemalige Nibelungenkaserne im Süden von Regensburg zu einem attraktiven Wohnumfeld. Das Wohnheim, das Behnisch Architekten hier entworfen haben, bietet Platz für 204 Studierenden in 138 Einzelappartements, 17 Zweier-Wohngemeinschaften und acht Vierer-WGs. Auf der Ostseite weicht der fünfgeschossige Baukörper einer großen alten Eiche aus. In diesem Knick liegen auch der Haupteingang und eine große Freitreppe, die unter dem aufgeständerten Nordteil des Gebäudes in den dort angrenzenden Grünraum führt. Ein Innenhof verbindet hier alle Geschosse des Hauses miteinander und belichtet die innen liegenden, mit kräftigen Farben gestalteten Erschließungsflure. Der Fensteranteil der Innenhoffassaden wird von oben nach unten größer, um den unterschiedlichen Belichtungsverhältnissen Rechnung zu tragen. Zurückhaltender mit Farbe gingen die Architekten in den Wohnungen um, deren Bäder aus Blechfertigteilen vorgefertigt wurden. Kräftiger ist wiederum die Tönung der ziehharmonikaartig gefalteten Außenfassaden mit ihren opaken Glaspaneelen in Grasgrün, Gelb und Orange. Behnisch Architekten wählten die Farbpalette in Anlehnung an die Laubfärbung der umliegenden Bäume. Durch die Schrägstellung bietet die Fassade auch ohne zusätzliche Trennwände Sichtschutz zwischen den einzelnen Balkonabschnitten.

Auch ohne Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung entspricht das neue Wohnheim dem Energiestandard KfW 55. Für die Heizung ließen sich die Energieplaner von Transsolar etwas Besonderes einfallen: Vertikale, seitlich am Fensterrahmen angebrachte Netzrohre  - das sind Heizungsrohre mit einer Ummantelung aus Kupferdrahtnetz als zusätzlichem Wärmetauscher – sollen die  durch Fensterschlitze einströmende Warmluft besonders effektiv vorwärmen. Der Rücklauf der Heizung ist im Estrich geführt, wodurch zusätzlich etwa ein Viertel der Wärmeabgabe über die Fußböden erfolgt.

Weitere Informationen:

Objektüberwachung: HW Ingenieur Consult GmbH 
HLS-Planung: Ingenieurbüro Löw 
Landschaftsarchitektur: Lichtgrün Landschaftsarchitektur 
Energie- und Umwelttechnik: Transsolar Energietechnik
Lichtplanung: Burnickl Ingenieure, Bartenbach GmbH

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