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Mobiler Ausstellungspavillon

Der mobile Showroom dient einem Küchengerätehersteller für die weltweite Präsentation seiner Produkte. Er basiert auf einem patentierten Bausystem, das vom Konstrukteur Rainer Huxel als selbsttragende Raumzelle mit vorgehängter Fassade konzipiert und mit Jürke Architekten weiterentwickelt wurde. Weitere Varianten sind geplant, etwa mit thermisch getrennter Fassade, Vakuumdämmung oder Solarpaneelen.

Architekt: Jürke Architekten

Mobiler Ausstellungspavillon, Jürke Architekten
Foto: Manfred Jarisch

Der kubische Pavillon gliedert sich in zwei Terrassenelemente und drei komplett mit Glasfassade, Küchenbausteinen und Installationen in der Werkstatt vorgefertigte Module. So ist die hohe Präzision der Ausführung nicht an lokale Produktionsbedingungen gebunden.

Fassadenelement, Jürke Architekten

Die räumliche Konfiguration ist für den Transport in einem 45‘-ISO-High-Cube-Container maßgeschneidert. Nur zwei Zentimeter Spielraum bleiben beim Verladen zwischen den Außenkanten und der Öffnung der Containertür. Nach Abzug der Stärke von Boden und Decke bleibt eine lichte Raumhöhe von 2,36 m.
Der Aufbau vor Ort dauert lediglich einen Tag. Die Module werden auf einem Schienensystem aus dem Container gezogen, das später als Unterkonstruktion für die Terrassenelemente dient. Beim Positionieren mit dem Kran entstehen die mit Abstand größten Beanspruchungen für den Rahmen und die Glasscheiben. Um diese aufzunehmen, lassen sich demontierbare Diagonalen mit Kopfplatten an die Rahmeninnenseiten schrauben. Für Windlasten genügen die biegesteifen Rahmenecken.

Die Einzelmodule werden auf 20 präzise in den Boden geschraubte, in der Höhe justierte Fundamente gesetzt. Die Vertikallasten werden über eine ebenfalls justierbare M 30 Schraube auf eine Lastverteilungsplatte mit aufgeschweißtem Lagesicherungsring geleitet und von hier über eine Anti-Rutsch-Matte in die Kopfplatten der Fundamente. Zusätzlich werden die Module punktuell miteinander verbunden und durch zusätzliche Stahlplatten im Bodenbereich beschwert.

Aufbau, Jürke Architekten
Schraubfundament, Jürke Architekten
Stichworte:
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 11/2010

Leichte Konstruktionen

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