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Multifunktionaler Ausstellungsraum: »Kreod« Pavillon

Von der Natur inspiriert, organisch geformt und umweltfreundlich: Der »Kreod« Pavillon kombiniert drei 20 m² große Kapseln zu unterschiedlichen räumlichen Konfigurationen. Die hexagonale Struktur basiert auf einem einfachen und immer gleichen Verbindungsdetail.

Architekt: Chun Qing Li & Pavilion Architecture
Standort: Greenwich Peninsula, GB-London SE10 0PE (bis Anfang 2013)

Multifunktionaler Ausstellungsraum: »Kreod« Pavillon
Foto: Ed Kingsford

»Kreod« ist ein multifunktionaler Pavillon, dessen drei Kapseln unterschiedlich zusammengefügt oder als freistehende Körper angeordnet werden können. Er ist leicht demontierbar und transportierbar. Das Holzgerüst des Pavillons besteht aus Kebony, einer zertifizierten, nachhaltigen Alternative zu tropischen Harthölzern. Das Produkt ist dunkel und entwickelt im Laufe der Zeit eine silbergraue Patina, wenn man es unbehandelt lässt.

Die Herstellung basiert auf einem Verfahren, bei dem Holz mit einer aus landwirtschaftlichem Bioabfall erzeugten Flüssigkeit imprägniert wird. Durch die Behandlung mit Furfurylalkohol bilden sich stabile Furanpolymere, die sich in den Zellwänden des Holzes einlagern und die Dimensionsstabilität sowie die Haltbarkeit und Härte des Holzes erhöhen. Am Ende der sogenannten „Kebonierung“ stehen die außergewöhnlich hohe Fäuleresistenz und die lange Lebensdauer. Diese Haltbarkeit wird erreicht ohne die Nachteile der traditionellen Imprägniermethoden mit giftigen Chemikalien.

Multifunktionaler Ausstellungsraum: »Kreod« Pavillon
Foto: Ed Kingsford

Um den parametrischen Entwurf der drei Meter hohen Kapseln zu perfektionieren, holte sich der Architekt externe Hilfe. Die Geometrieberater von Evolute unterstützten die Idee, komplizierte CNC-Fräsarbeiten zu vermeiden und sich auf herkömmliche Fertigungsmethoden zu beschränken. Sie entwickelten ein einfaches Verbindungselement, um eine verwindungsfreie Anordnung der hexagonalen Felder zu ermöglichen, die auf ein „durch Kreispackungen optimiertes Dreiecksnetz“ abgestimmt wurde. Dies verringerte die Produktionskosten.

Im Anschluss beriet sich der Architekt mit den Statikern von Ramboll, denen mit der Entwicklung eines Verbindungsdetails ein Durchbruch im parametrischen Entwurfsprozess gelang, weil das Verbindungsdetail „widerstandsfähig genug für die Aufnahme der Lasten aus dem Tragwerk und zugleich einfach herzustellen ist“. Evolute verwendete diese Verbindung, die letztendlich zu »Kreods« Erkennungsmerkmal wurde, für die Programmierung der Konstruktion mit ihrer Software EvoluteTools PRO und RhinoScript.

Multifunktionaler Ausstellungsraum: »Kreod« Pavillon
Grafik: Chun Qing Li
Multifunktionaler Ausstellungsraum: »Kreod« Pavillon
Multifunktionaler Ausstellungsraum: »Kreod« Pavillon
Multifunktionaler Ausstellungsraum: »Kreod« Pavillon
3D Druck, Fotos: Chun Qing Li
Multifunktionaler Ausstellungsraum: »Kreod« Pavillon
Multifunktionaler Ausstellungsraum: »Kreod« Pavillon
Aufbauvarianten, <br>Fotos: Chun Qing Li
Multifunktionaler Ausstellungsraum: »Kreod« Pavillon
Aufbauvarianten, Grafik: Chun Qing Li
Multifunktionaler Ausstellungsraum: »Kreod« Pavillon
Multifunktionaler Ausstellungsraum: »Kreod« Pavillon
Herstellung der Module, <br>Fotos: Chun Qing Li

Der Pavillon kann als Ausstellungsraum, Pressezentrum, Pop-up-Bar, Marketing- und Eventraum genutzt werden. Bis Anfang 2013 befindet er sich neben dem Peninsula Square im Norden Greenwichs. Danach wird er an anderen Standorten in London zum Einsatz kommen.

Peter Popp / Emilia Margaretha

Multifunktionaler Ausstellungsraum: »Kreod« Pavillon
Foto: Ed Kingsford
Multifunktionaler Ausstellungsraum: »Kreod« Pavillon
Foto: Ed Kingsford


Weitere Informationen

www.kreod.com

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