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Neue Förderprogramme in Deutschland und Österreich

In der Wirtschaftskrise stellen die deutsche und die österreichische Regierung weitere Geldmittel für die energetische Gebäudesanierung bereit.

Seit Anfang April ist in Deutschland eine Sonderförderung im Rahmen des staatlichen Programms „Energieeffizient Sanieren“ in Kraft. Die Mittel, die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) verwaltet werden, sind für folgende Maßnahmen bestimmt:

  • Qualifizierte Baubegleitung während der Sanierungsphase durch einen Sachverständigen
  • Austausch von Nachtstromspeicherheizungen
  • Optimierung der Wärmeverteilung im Rahmen bestehender Heizungsanlagen

Antragsberechtigt sind Eigentu?mer von selbst genutzten und vermieteten Wohngebäuden. Der Zuschuss für die Baubegleitung wird gewährt, sofern ein Bestandsgebäude mindestens bis auf den in der EnEV 2007 festgeschriebenen Standard gebracht wird. Gezahlt werden 50 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 2.000 Euro pro Antragsteller und Vorhaben.
Der Zuschuss für den Austausch von Nachtstromspeicherheizungen beträgt 200 Euro je abgebautem Gerät. Bei Maßnahmen zur Optimierung der Wärmeverteilung zahlt die KfW 25 % der Kosten, mindestens jedoch 100 Euro, sofern die Gesamtkosten über 100 Euro liegen. Gefördert werden nur Vorhaben, die nach dem 31. März 2009 abgeschlossen wurden oder werden.

Österreich hat unterdessen die Bundesförderung „Thermische Sanierung – Privater Wohnbau“ in Kraft gesetzt. Gezahlt wird ein einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss in Höhe von 20 Prozent der Sanierungskosten. Gefördert werden Investitionen mit einer Gesamtsumme von höchstens 25000 Euro, mithin beträgt die Förderhöhe maximal 5000 Euro je Objekt.

Gefördert werden im Einzelnen:

1. Maßnahmen zur Verbesserung des Wärmeschutzes, wie Dämmung der Gebäudehülle sowie Sanierung oder Austausch von Fenstern und Türen,
2. Maßnahmen bei der Wärmeerzeugung wie

  • Einbindung einer thermischen Solaranlage in das Heizungssystem (ab 20 m2 Bruttokollektorfläche)
  • Umstieg auf Holzzentralheizungsgeräte (bis 50 kW Nennleistung)
  • Einbau von Wärmepumpen
  • Umstieg auf Erdgas-Brennwertkessel.

Anträge müssen vor Baubeginn und spätestens bis zum Jahresende 2009 bei den Bausparkassen eingereicht werden; ausgezahlt werden die Beträge über die Kommunalkredit Public Consulting (KPC). Die Maßnahmen müssen bis zum 31.12.2011 umgesetzt werden.

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