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DETAIL Kongress, Digitale Planung

Neuer Standard? Digitale Planung in der Architektur

Digital ist der neue Standard – und das hat auch für das Veranstaltungsmanagement Vorteile: Ursprünglich war der Detail-Kongress „Neuer Standard? Digitale Planung in der Architektur“ als Hybridveranstaltung in Frankfurt geplant. Aufgrund steigender Covid-19-Inzidenzen beschloss das Detail-Organisationsteam kurzfristig, ihn ins Internet zu verlagern.

Apropos Standards: Die Podiumsdiskussion am Ende der Veranstaltung verdeutlichte, dass diese bei der digitalen Planung schmerzlich vermisst werden. Noch immer fällt es vielen Bauherren und Planungsteams schwer, die Zielsetzungen der BIM-Planung, den geschuldeten Leistungsumfang und die Schnittstellen zwischen den Projektpartnern genau zu definieren.

In dieser Situation zeigte der Detail-Kongress Wege auf, wie digitale Werkzeuge zu effizienterer Planung und mehr Produktivität auf der Baustelle beitragen können – und wie digitale Planung und Ausführung künftig besser ineinandergreifen können als bisher.


Hier die Beiträge im Einzelnen:

 

Siegrid Brell-Cokcan leitet bei der RWTH Aachen den Lehrstuhl für individualisierte Bauproduktion und ist Mitgründerin des fakultätsübergreifenden Center of Construction Robotics. In ihrem Vortrag stellte sie die Pionierarbeit vor, die sie und andere an der RWTH für die Digitalisierung von Baustellen leisten. Das Ziel: Handarbeit in unterschiedlichsten Gewerken sukzessive durch Industrieroboter abzulösen und dadurch auch Architekten wieder direktere Kontrolle über das Geschehen auf der Baustelle zu geben.

Sehen Sie hier ihren Vortrag 
 

Marek Losowski ist Marketing Manager bei Schindler und war dort verantwortlich für die Einführung des Planungstools „Plan & Design“. Die intelligent gemachte Webapplikation ermöglicht es Planern und Bauherren, mit wenigen Mausklicks ihren Wunschaufzug zu spezifizieren und zu gestalten. Anhand weniger Parameter wie der Gebäudehöhe und der Personenzahl im Gebäude errechnet das Tool automatisch die benötigte Kabinengröße, schlägt dazu passende Aufzugstypen vor und gibt Möglichkeiten zur Farb- und Oberflächengestaltung der Kabine. Auf Wunsch erhalten Planer anschließend BIM-Daten des gewählten Aufzugs, die sie in ihre Planung einbinden können.

Zur Vorstellung der Applikation


Christoph Falkner, Gründungspartner von SWAP Architekten in Wien, stellte in seinem Vortrag die digitale Planung des Ilse-Wallentin-Hauses in der österreichischen Hauptstadt vor. Das Büro- und Seminargebäude ist Wiens erster Universitätsbau aus Holz – und gerade bei der Fertigung und Montage der Holzkonstruktion spielten digitale Prozessketten ihre ganze Stärke aus. Doch die Architekten digitalisieren auch das „andere Ende“ des Planungsprozesses. Für die frühen Planungsphasen haben sie das Softwaretool EVA programmiert, das aus einem Bauplatzkonfigurator, einem Raumprogramm-Manager und einem Grundrisskonfigurator besteht.

Erfahren Sie hier mehr zum Ilse-Wallentin-Haus


Fabian Scheurer von Design-to-Production aus Zürich arbeitet an der Schnittstelle zwischen Planung und Vorfertigung und ist maßgeblich daran beteiligt, auch komplexe Entwürfe mit digitalen Mitteln baubar zu machen. Anhand des von Shigeru Ban entworfenen Swatch-Headquarters in Biel erläuterte er in seinem Vortrag, wie sich durch wenige, gut gewählte Regeln in der Planung eine reibungslose Ausführung gewährleisten lässt. Sein Credo: Weniger ist oft mehr – statt überbordende Datenmengen zu produzieren, muss es darum gehen, den Blick aller Beteiligten auf wirklich wichtige Informationen zu schärfen.

Sehen Sie hier seinen Vortrag


Andreas Pilot ist BIM-Manager bei AF Architekten und arbeitet seit Jahren daran, dem Architektennachwuchs die Kunst der interdisziplinären BIM-Planung zu vermitteln. In seinem Vortrag stellte er zehn Thesen zur Debatte, wohin die Reise in den folgenden Jahren gehen kann und muss. Denn laut einer Umfrage der Bundesarchitektenkammer haben derzeit nur 18% aller deutschen Architekten aktive Erfahrung mit BIM.

Hier die Thesen von Andreas Pilot


Wie kann es gelingen, die Bruchstellen zwischen Planung und Ausführung zu überwinden? Müssen Architekten neu konstruieren lernen? Brauchen wir für die digitale Zukunft mehr Spezialisten, oder wird der Architekt als Generalist des Bauens weiter bestehen? Und wie schärft man den Blick für das Wesentliche in der BIM-Modellierung? Diese und andere Fragen standen im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion zum Abschluss des Kongresses.

Sehen Sie hier die Podiumsdiskussion

 

 

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