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Norman Foster Foundation, Pavillon, Madrid, Guillermo Rodríguez

Norman Foster Foundation: Neuer Glaspavillon in Madrid eröffnet

Die Norman Foster Foundation, die ihren Hauptsitz in einem denkmalgeschützten Wohnhaus von Joaquín Saldaña in Madrid hat, feierte vor kurzem ihre offizielle Eröffnung. Die Stiftung sieht ihre Mission darin, das interdisziplinäre Denken und Forschen von angehenden Architekten, Designern und Stadtplanern zu fördern. Außerdem soll die Verbindung zwischen den Disziplinen Architektur und Design, sowie Kunst und Technologie gestärkt werden. Ein besonderer Wert wird künftig auf eine ganzheitliche Ausbildung und auf das Experimentieren und Forschen gelegt. Außerdem verwaltet die neue Stiftung das Archiv von Norman Foster und eine Bibliothek, die einen Einblick in die neuere Architekturgeschichte mithilfe der Projekte von Foster + Partners ermöglichen soll. 

Im Innenhof der Stiftung befindet sich ein neuer Pavillon, in dem Wechselausstellungen mit Bezug zum Werk von Foster sowie seinen persönlichen Vorlieben stattfinden sollen. Der Pavillonraum bietet auch einen perfekten Rahmen für künftige Gespräche und Diskussionen und verfügt deshalb über eine Fassade, die zum Hof hin geöffnet werden kann. Die Beschattungselemente im Hof vor der Hauptfassade wurden von der spanischen Künstlerin Cristina Iglesias gestaltet: Ihre Arbeit mit dem Titel »Die Ionosphäre (Ein Ort der stillen Stürme)« besteht aus ineinander greifenden leichten Carbonfaserplatten, deren Muster mit dem Text aus dem Science-Fiction-Roman »Fahrstuhl zu den Sternen« (The Fountains of Paradise) von Arthur C. Clarkes gebildet wurden.

Die Essenz des Hauses zeigt sich in der Reduktion auf wenige, präzise eingesetzte Materialien: Die Verwendung von Glas und Stahl ist innovativ und unaufdringlich. Durch eine enge Zusammenarbeit mit den Handwerkerbetrieben gelang es, besonders schmale Edelstahlprofile zu entwickeln, die miteinander und mit den hochglanzpolierten Gebäudekanten verschweißt sind, wodurch die Gebäudemasse entmaterialisiert wirkt.

Die besondere Leidenschaft Norman Fosters für Technik spiegelt sich in den Objekten wider, die momentan im Pavillon zu sehen sind – eine eklektische Auswahl an Modellen, Fotografien und Skulpturen, die den Flugzeugbau, die Welt der Autos und der Lokomotive umfasst. Diese Leidenschaft für die rationale Ästhetik neuer Maschinen faszinierte bereits die Architekten der Ersten Moderne in den 1920er-Jahren. Wahrscheinlich deswegen, ist eines der gezeigten Objekte im Pavillonraum das restaurierte Originalauto Avions Voisin C7 aus dem Jahr 1927, das sich früher im Besitz von Le Corbusier befand. 

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The Pavilion | Norman Foster Foundation from Norman Foster Foundation on Vimeo.

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