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Olympiastadion in Berlin (2004)

Anlässlich der Ausstellung »High Energy. Ingenieur-Bau-Kultur« erscheint auf unserer Homepage ein Rückblick auf ausgewählte Projekte aus dem Büro Schlaich Bergermann und Partner, die in DETAIL dokumentiert wurden.

Architekten: gmp von Gerkan Marg und Partner, Berlin
Tragwerksplaner: Krebs und Kiefer, Darmstadt/Berlin, Schlaich Bergermann und Partner, Stuttgart
Membranbau: B&O Hightex, Rimsting/Chiemsee

Umbau Olympiastadion Berlin, gmp, Schlaich Bergermann und Partner
Foto: Friedrich Busam, Berlin

Zur letzten Fußball-Weltmeisterschaft 2006 rückte das Berliner Olympiastadion wieder in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Schon 70 Jahre früher stand es im Mittelpunkt – die Nationalsozialisten inszenierten hier ihr gigantisches Propagandaspektakel anlässlich der XI. Olympiade. Nach mehrjähriger Sanierung präsentiert sich heute eine moderne Arena, die die gegenläufigen Bedürfnisse von Multifunktionalität und reiner Fußballnutzung behutsam und denkmalgerecht in Einklang bringt.

Den entscheidensten Eingriff markiert das neue Dach, das nicht nur im Innern den Raumeindruck verändert, sondern den Charakter der ganzen Anlage transformiert. Mit der Öffnung zum Glockenturm als städtebaulichem Fluchtpunkt respektiert es Bezüge und Blickachsen der historischen Gesamtanlage. Doch die leichte Konstruktion relativiert auch die politisch motivierte steinerne Schwere des Altbaus, hinter der sich eine für 1936 bemerkenswert moderne Stahlbetonkonstruktion verbirgt.

Umbau Olympiastadion Berlin, gmp, Schlaich Bergermann und Partner
Tangentialschnitt Dachkonstruktion
Umbau Olympiastadion Berlin, gmp, schlaich bergermann und partner

Zum Stadioninnenraum zeigt sich das Dach glatt und geschlossen, sämtliche Nebenfunktionen sind in die Gesamtform integriert. Trotzdem bleibt seine klare Struktur durch die transluzente Membrane hindurch ablesbar. Von außen betrachtet, legt es sich als dünne Kante über den Bestand – und verbessert dessen Proportionen.

olympiastadion, Berlin
Schnitt Ehrentribüne

Mancher Fan mag die schmalen Stützen im Oberrang bedauern, doch nur so konnten die städtebaulich wichtige Öffnung am Marathontor sowie der Umbau bei laufendem Betrieb realisiert werden.

Umbau Olympiastadion Berlin, gmp, Schlaich Bergermann und Partner
Foto: Martin Schuppenhauer, Berlin

Themenserie »Schlaich Bergermann + Partner«:

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Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 9/2005

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