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Palettenhaus in Wien

Palettenhaus


Studenten der TU Wien entwickelten im Rahmen des Wettbewerbes gau:di (European Student Competition on Sustainable Architecture) das Palettenhaus, das sich vor allem durch seine Energie- und Materialeffizienz auszeichnet. Als Grundelement der Konstruktion wird eine einfache Transportpalette verwendet durch die eine flexible, modulare Struktur entsteht.

Ziel und Aufgabenstellung des Wettbewerbes war es, ein „minimum house for leisure at the XXI. century“ zu entwickeln. Andreas Claus Schnetzer und Gregor Pils schufen mit dem Palettenhaus ein Objekt, das sowohl den Anforderungen von Industrie- als auch denen von Entwicklungsländern gerecht wird.

So kann beispielsweise ein mitteleuropäisches Haus mit Zellulose gedämmt, mit Wärmeschutzverglasung und kontrollierter Wohnraumlüftung versehen werden. Der Gesamtpreis für ein 60 Quadratmeter großes Haus mit 25 Quadratmeter Loggia liegt bei ca. 80.000 €. Das Palettenhaus eignet sich aber auch insbesondere dazu, Menschen in Entwicklungsländern, die bisher in Slums leben, eine neue Behausung zu bieten. Die unkomplizierte Konstruktion kann von der betroffenen Bevölkerung erlernt und eigenständig umgesetzt werden. 2009 entstand das erste low-cost Gebäude in Johannesburg, für das ein Kostenvoranschlag von 10.000 € angesetzt wurde.

Der modulare Aufbau ermöglicht eine individuelle, flexible Grundrissgestaltung die nachträglich verändert und erweitert werden kann. Regenwasser wird über das Dach abgeleitet, in einem Wasserspeicher gesammelt und als Brauchwasser für die Toilette wiederverwendet. Kabelführung und Beleuchtung sind in den Paletten des Innenraums integriert. Das Palettenhaus wurde erstmals 2008, im Rahmen der Architekturbiennale in Venedig vorgestellt. Es ist ein gelungenes Beispiel für eine nachhaltige, ökologische Bauweise in der das Abfallprodukt Transportpalette eine neue, sinnvolle Verwendung findet.


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