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Feilden Fowles, The Weston, West Bretton

Portal in der Landschaft: »The Weston« von Feilden Fowles

Von der einen Seite geradezu wehrhaft und monolithisch, von der anderen Seite transparent und offen. Das Besucherzentrum am Eingang zum Yorkshire Sculpture Park passt sich stark den unterschiedlichen Anforderungen an. Um den Lärm der außen verlaufenden Straße abzuhalten, bleibt der Sockel des Gebäudes aus durchgefärbtem, geschichtetem Beton zu dieser Seite weitestgehend geschlossen. In Richtung der Landschaft aber bietet eine vollflächige Verglasung weite Ausblicke. Der lange, flache Bau besteht konstruktiv aus einer umlaufenden Betonmauer mit eingestellten Holzrahmen. Die Holzoberflächen bleiben im Bereich des Restaurants sichtbar und werden von einem hellen Gussboden und weißen Wänden ergänzt.

»Das Besucherzentrum soll ein zeitloses Gebäude sein, das den besonderen Gegebenheiten des Ortes entspringt und von plastischen Werken der Land Art beeinflusst ist«, sagt Fergus Feilden, Leiter des Londoner Architekturbüros Feilden Fowles. Um es auch energetisch nachhaltig zu gestalten, wurde zuerst der Energiebedarf minimiert. Die Ausstellungsräume werden über ein Scheddach aus Beton mit indirektem Tageslicht versorgt, sodass die LED-Beleuchtung tagsüber nur bei Bedarf unterstützt. An den Ein- und Ausgängen verringert ein Windfang den Luftzug und eine hocheffiziente Luftwärmepumpe liefert Warmwasser und versorgt die Heizung. Das mit Wildblumen bepflanzte Gründach hilft, sommerlicher Überhitzung vorzubeugen. Außerdem konnten die Architekten im Projekt Pionierarbeit leisten. 10000 ungebrannte Lehmziegel helfen als Feuchtigkeitsspeicher, das Raumklima auch in den Ausstellungsräumen zu regulieren und stabil zu halten.

Die Entwicklung des Yorkshire Sculpture Park begann 1977 mit einer Spende von gerade mal 1000 Britischen Pfund. Seither ist es der Stiftung ein Anliegen, die Kunst durch nachhaltige Investitionen immer mehr Menschen zugänglich zu machen. Über die Jahre sind auf dem Gelände dank zahlreicher Spenden zwei Besucherzentren, ein Schulungsgebäude und sechs Bauten mit Galerieräumen entstanden. Dank des Neubaus von Feilden Fowles wurde die Besucherkapazität nun noch einmal erheblich erhöht.

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Weitere Informationen:

Baufirma: William Birch
Baukosten: ca. 4 Mio €
Verantwortlicher Leiter: Fergus Feilden
Projektleiter: Ross Perkin
Statiker: Engineers HRW
Bau- und Elektroingenieure: Skelly & Couch
Bauunternehmer: William Birch and Sons
Projektmanager: Turner & Townsend
Kostenplanung: BWA (Europe) Limited
Bauleiter: COWL Ltd
Betoningenieur: Jonathan Reid
Landschaftsarchitekten: Jonathan Cook Landscape Architects
Bauunternehmer Landschaftsarchitektur: Alive Construction Lt

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