You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken
Living Science, Stücheli Architekten, Foto: Hannes Henz

Raumwunder: Wohnsiedlung »Living Science« von Stücheli Architekten

Am südwestlichen Ende des Areals der ETH fügt sich »Living Science« in den Campus ein. Der Wohnbau setzt sich aus vier schlichten Riegeln zusammen, die sich jeweils von Ost nach West erstrecken und parallel zueinander positioniert sind. Sie schließen sich über zentrale Laubengänge zu zwei funktionalen Einheiten zusammen. Während das Gebäudeduo im Norden sieben Geschosse misst, ist sein Nachbar mit sechs Stockwerken etwas niedriger. An der Ostseite verbindet ein flaches Volumen die beiden Trakte.

Holzlatten aus schwarz geölter, sägerauer Weißtanne dominieren die Fassaden: Je nach Orientierung sind sie entweder horizontal, gemeinsam mit Fensterbändern ausgeführt, oder öffnen sich wie Kiemen, als vertikale, schuppenartige Elemente, die für indirekte Beleuchtung sorgen. Im Gegensatz zu den dunklen Außenansichten sind die Laubengänge im Zentrum hell und luftig gestaltet. Die Wände erscheinen in schlicht weißem Putz, den oberen Abschluss bildet ein Glasdach. Neben einem zentralen Steg führen in jedem Geschoss kleine Brücken nach links und rechts und formen private Zugänge zu den Apartments. Diese offene Struktur besteht aus Sichtbeton in Kombination mit feinen weißen Geländern und macht die Erschließungszone der Wohnbauten zu einem kommunikativen Ort. In den Innenräumen setzt sich dieses freundliche Ambiente fort: Es gibt Holzböden und weiße Einbauten.

Besonders erwähnenswert ist die beträchtliche Dichte von »Living Science«. Das Wohnbauprojekt bietet Platz für insgesamt mehr als 200 Einheiten mit über 400 Zimmern für Studierende. Diese sind als 6er-, 2er- und Einzelwohnungen konzipiert. Stücheli Architekten beweisen mit diesem Projekt eindrucksvoll, dass es möglich ist, die vorgegebene Quantität an Wohneinheiten mithilfe eines ausgefeilten Grundrisskonzepts in hoher Qualität umzusetzen. Sie gruppieren die privaten Bereiche jeweils rund um gemeinschaftlich genutzte Flächen – bei den größeren Wohnungen in Form von eigenen Räumen, bei den kleineren als Nachbarschaften. Das minimale Platzangebot resultiert dadurch in perfekt ausgenutzten und trotzdem nahezu großzügig wirkenden Wohneinheiten.

Kurze Werbepause

Aktuelles Heft
DETAIL 12/2018
DETAIL 12/2018, Dächer

Dächer

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.