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Zukunft des Bauens 2018, Re-cycle, Re-use, Köln

»Re-cycle, Re-use«, Köln // Programm

Die sortenreine Trennung, Wiederverwendung und Wiederverwertung auf der einen Seite sowie die Kompostierung von Werkstoffen auf der anderen Seite spiegeln verschiedene Aspekte des Recyclings auf Material- und Produktebene wider. Nachverdichtung, Konversion, Umbau und Umnutzung sind Ausprägungen des wachsenden Kreislaufgedankens auf Gebäude- und Quartiersebene. Immer knapper werdende Ressourcen und dadurch höhere Kosten führen dazu, dass sich die Baubranche vermehrt Gedanken über die Mehrfachnutzung von Roh- und Baustoffen macht. Die Prämisse des ressourcenschonenden Kreislaufgedankens lässt innovative Recyclingmaterialien, alternative Konstruktionsmethoden und ressourcen- wie energieoptimierte Gebäudekonzepte entstehen.
 
Vertreter aus Architekturbüros, der Forschung sowie der öffentlichen Hand sprechen am 03. Juli 2018 in Köln über aktuelle Entwicklungen und Projekte zum Thema »Re-cycle, Re-use«. Diskutieren Sie gemeinsam mit den Referenten über die Zukunft des Planens und Bauens.


REFERENTEN UND PROGRAMM

16:00 Uhr       Recycling und Ressourcenschutz im Bauwesen
Dr.-Ing. Tanja Brockmann | Referatsleiterin, Referat Bauen und Umwelt, BBSR, Berlin
 
16:30 Uhr       BauKarussell – Social Urban Mining
Dipl.- Ing. Markus Meissner | Gesellschafter der pulswerk GmbH, Wien
 
17:00 Uhr       Design to Disassemble – Entwicklung einer Mono-Material-Konstruktion für den Wohnungsbau
Dipl.- Arch. ETH Hans Drexler M. Arch (Dist.) | DGJ Architektur, Frankfurt
 
17:30 Uhr       Pause
 
18:00 Uhr       Innovative Baukonzepte für das 21. Jahrhundert
Dipl.- Ing. Arch. Felix Heisel | Fachgebiet Nachhaltiges Bauen, KIT Karlsruhe
                                                     
18:30 Uhr       Aus der Praxis: The Cradle, Düsseldorf
Dipl.- Ing. Arch. Antonino Vultaggio | Projektpartner, HPP Architekten, GmbH, Frankfurt/ Düsseldorf  
 
19:30 – 20.30 Uhr Get-together 

Moderation: Martin Prösler, Prösler Kommunikation

 
FORTBILDUNGSPUNKTE

Die Veranstaltung wird als Fortbildung mit einem Umfang von 2 Unterrichtsstunden zu 45 Minuten für
die Mitglieder der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen in den Fachrichtungen Architektur und
Innenarchitektur anerkannt.

ANMELDUNG

Der Besuch der Veranstaltung ist für Sie kostenfrei.
Allerdings bitten wir Sie um Ihr Verständnis, dass wir eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 30 € berechnen müssen, falls Sie trotz Anmeldung nicht teilnehmen können und uns nicht 3 Tage vorher darüber informieren.

Wir freuen uns auf Sie!

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien unter detail.de/datenschutz 

Kurze Werbepause

PARTNER DER VERANSTALTUNG:

Zukunft des Bauens 2018, Re-cycle, Re-use, Köln, Partner

VORTRÄGE UND REFERENTEN:

Zukunft des Bauens 2018, Re-cycle, Re-use, Köln, Tanja Brockmann

(Foto zur Verfügung gestellt von Tanja Brockmann)

Tanja Brockmann, BBSR
Recycling und Ressourcenschutz im Bauwesen
 
In dem Vortrag werden die verschiedenen Tätigkeiten des BBSR im Bereich Ressourceneffizienz im Bauwesen vorgestellt. Der durch das BBSR organisierte Runde Tisch des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) tagt seit April 2013 ein- bis zweimal jährlich um über Aktuelles zur Ressourceneffizienz im Bauwesen sowie zum Deutschen Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) zu berichten. In Fachvorträgen werden relevante Themenschwerpunkte aufgegriffen, wie z. B. Änderungen von Richtlinien und Normen, rechtliche Instrumente des allgemeinen Ressourcenschutzes, Best-Practice Initiativen der Bauwirtschaft mit Vorbildcharakter. Einen längerfristigen Themenschwerpunkt bildet die Fortführung der Indikatorenentwicklung zur Beschreibung der Ressourceneffizienz im Bauwesen auf Mesoebene.
Auf Gebäudeebene werden im Rahmen des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen verschiedene Nachhaltigkeitskriterien wie die Aspekte Rückbaubarkeit, Trennung und Verwertung von Bauprodukten sowie die End-of-Life Szenarien der Ökobilanzierung weiterentwickelt und bewertet.
In laufenden Forschungstätigkeiten beschäftigt sich das BBSR mit weiteren wichtigen Aspekten der Ressourceneffizienz.
 
Studium des Bauingenieurwesens an der TU Braunschweig. Promotion am Institut für Bauforschung (ibac), RWTH Aachen (2006). Tätigkeit beim Deutschen Beton- und Bautechnik-Verein und Gemeinschaft für Überwachung im Bauwesen in Berlin von 2006 bis 2008. Seit 2008 Referatsleiterin Bauen und Umwelt beim BBSR mit den Themenschwerpunkten Nachhaltiges Bauen, Forschung Innovative Baustoffe und Bautechnik, baufachliche Richtlinien, barrierefreies Bauen, klimaangepasstes Bauen und Ressourceneffizienz. 

Zukunft des Bauens 2018, Re-cycle, Re-use, Köln, Markus Meissner

(Foto: © www.jasmintotschnig.de)

Markus Meissner, pulswerk GmbH
BauKarussell – Social Urban Mining
 
BauKarussell entwickelt sich zum ersten österreichischen Anbieter für den verwertungsorientierten Rückbau mit besonderem Fokus auf Wiederverwendung (=Re-Use) für großvolumige Objekte. In Zusammenarbeit mit großen Wiener Bauträgern werden im Bereich des Abbruch-vorbereitenden Rückbaus Re-Use-fähige Bauteile und Komponenten ausgebaut und für die Wiederverwendung im Neu- oder Umbau zur Verfügung gestellt. Parallel dazu werden recyclingfähige Baustoffe manuell getrennt und der stofflichen Verwertung zugeführt. Diese Arbeiten werden von benachteiligten Arbeitskräften aus sozialwirtschaftlichen Unternehmen durchgeführt, die damit Qualifizierung, Jobtraining und bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhalten. Unser Ansatz des Social Urban Mining ermöglicht die Umsetzung des Konzepts der Kreislaufwirtschaft in diesem Arbeitsfeld.
 
Dipl. Ing. Markus Meissner ist seit 2012 als Unternehmensberater und Gesellschafter der pulswerk GmbH im Bereich Ressourcenmanagement tätig. Seine Themen reichen von der Abfallsortieranalyse über Abfallvermeidungskonzepte bis hin zu Abfallwirtschaftskonzepten und Lebenszyklusanalysen. Er absolvierte an der Universität für Bodenkultur Wien die Studienrichtung »Kulturtechnik und Wasserwirtschaft« und arbeitet seit dem Jahr 2003 auch als wissenschaftlicher Projektleiter am Österreichischen Ökologie-Institut in nationalen und internationalen Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Sein Hauptaugenmerk liegt seit mehr als zehn Jahren in der Umsetzung der »Vorbereitung zur Wiederverwendung« in den Bereichen Haushaltsabfälle und Bauabfälle. Seit dem Sommersemester 2016 ist er Lektor an der Fachhochschule Campus Wien in den Departments »Technik« und »Applied Life Sciences«.

Zukunft des Bauens 2018, Re-cycle, Re-use, Köln, Hans Drexler

(Foto zur Verfügung gestellt von Hans Drexler)

Hans Drexler, DGJ Architektur
Design to Disassemble – Entwicklung einer Mono-Material-Konstruktion für den Wohnungsbau
 
Im heutigen Holzbau wird Holz zunehmend Stahl, Beton und Verkleidungen verbunden, um die Tragfähigkeit, den Feuerwiderstand und die Dauerhaftigkeit zu verbessern. Auch wenn die Hybridisierung zu neuen Einsatzmöglichkeiten führt, haben diese auch Nachteile für die Trennung und Wiederverwendung. Die einzelnen Bauteile sollten mit lösbaren Verbindungen gefügt werden. Konstruktive Schichten und Bauteile sollten so gefügt sein, dass sie sich einzeln warten, instandsetzen oder austauschen lassen, da ihre Beanspruchung und Lebensdauer unterschiedlich ist.
Form- und kraftschlüssigen Holz-Holz-Verbindungen einen idealen Ansatzpunkt, um zerstörungsfrei verändert, rückgebaut und wiederverwendet zu werden: Es müssen keine Schraub- oder Klebeverbindungen gelöst werden. So wird auch eine sortenreine Trennung begünstigt, die eine Voraussetzung für ein stoffliches Recycling oder effiziente energetische Nutzung ist. In der Praxis wird die Rückbaubarkeit der Primärkonstruktion durch den Ausbau eingeschränkt. So konzentriert sich die Forschung zunächst auf das Tragwerk.
 
Hans Drexler ist Mitbegründer von DGJ Architektur und arbeitet seit 1999 in Frankfurt, Zürich und Den Haag arbeitet an den Schwerpunkte Wohnungsbau, nachhaltiges Bauen und Energie-Effizienz. Er forscht mit DGJ Architektur im Bereich der Baukonstruktion, vor allem am Holzbau und rückbaufähigen Konstruktionen, sowie Wohnungsbau. Neben der praktischen Tätigkeit lehrte Hans Drexler an der Jadehochschule Oldenburg (2014-2017), Münster School of Architecture (2009-2013) und der Technischen Universität Darmstadt (2004-2009). Hier sind die Schwerpunkte die Entwicklung von ganzheitlichen Planungsmethoden und nachhaltigen Baukonstruktionen.
2012 ist im Detail-Verlag das Buch ‚Nachhaltige Wohnkonzepte: Entwurfsmethoden und Prozesse’ (Hans Drexler / Sebastian el Khouli) erschienen. In 2016 wurde das Buch ‘Bezahlbar. Gut. Wohnen. - Strategien für erschwinglichen Wohnraum’ (Klaus Dömer / Hans Drexler / Joachim Schultz-Granberg) veröffentlicht, das 2017 mit dem Architectural Book Award des Deutschen Architekturmuseum und der Buchmesse Frankfurt ausgezeichnet wurde.

Zukunft des Bauens 2018, Re-cycle, Re-use, Köln, Felix Heisel

(Foto zur Verfügung gestellt von Felix Heisel)

Felix Heisel, KIT Karlsruhe
Innovative Baukonzepte für das 21. Jahrhundert
 
Die globale Ressourcenfrage fordert einen Paradigmenwechseln vom linearen Materialverbrauch in Richtung Kreislaufwirtschaft – insbesondere in der Bauindustrie. Der Kreislaufgedanke spielt dabei eine zentrale Rolle. Verwendete Materialien werden nicht verbraucht und anschließend entsorgt; sie werden vielmehr für eine bestimmte Zeit aus dem technischen bzw. biologischen Kreislauf entnommen und später in diese Stoffkreisläufe zurückgeführt. Urban Mining and Recycling (UMAR), die neueste Unit im modularen Forschungs- und Innovationsgebäude NEST der Empa Schweiz setzt diesen Anspruch konsequent um: Das Wohnmodul von Werner Sobek mit Dirk E. Hebel und Felix Heisel ist sortenrein aus vollständig wiederverwendbaren, wiederverwertbaren oder kompostierbaren Materialien konstruiert. UMAR ist so zur gleichen Zeit temporäres Materiallager und Materiallabor. www.nest-umar.net
 
Felix Heisel versteht unsere gebaute Umwelt als Ressourcenspeicher in einem endlosen Kreislauf von Nutzung und Neukonfiguration. Felix Heisel ist Architekt und Doktorand am Fachgebiet Nachhaltiges Bauen des Karlsruher Institut für Technologie (KIT), sowie am Future Cities Laboratory (FCL) in Singapur. Seine Forschung wurde mehrfach ausgezeichnet und publiziert, unter anderem in Cultivated Building Materials (2017, Birkhäuser, mit Dirk E. Hebel) und Building from Waste (2014, Birkhäuser, mit Dirk E. Hebel und Marta H. Wisniewska). Sein Ressourcenverständnis basiert auf internationalen Lehr- und Forschungserfahrungen, unter anderem am Ethiopian Institute of Architecture, Building Construction and City Development in Addis Abeba, an der ETH Zürich in der Schweiz und in Singapur und an der Cornell University in den USA. Die Unit Urban Mining and Recycling ist ein Gemeinschaftsprojekt von Werner Sobek mit Dirk E. Hebel und Felix Heisel.

Zukunft des Bauens 2018, Re-cycle, Re-use, Köln, Antonino Vultaggio

(Foto zur Verfügung gestellt von Antonino Vultaggio)

Antonino Vultaggio, HPP Architekten
Aus der Praxis: The Cradle, Düsseldorf
 
In Anlehnung an das Cradle-to-Cradle© Prinzip steht bei dem in Planung befindlichen Düsseldorfer Holzhybridhaus The Cradle die Maximierung der positiven Auswirkungen auf Nutzer und Umfeld im Vordergrund. Unter anderem durch das Verständnis des Gebäudes als Rohstofflager der Zukunft lässt sich ein großes Innovationspotential erschließen. Im Sinne eines optimistischen Ansatzes in die Zukunft verstehen wir The Cradle dabei als Chance, solche zukunftsweisenden Konzepte beispielhaft in die Realität umzusetzen.
 
Antonino Vultaggio wurde 1972 in Offenbach geboren. Nach seinem Architekturstudium in Frankfurt am Main arbeitete er bei KSP Jürgen Engel Architekten, zunächst in der Bearbeitung von Wettbewerben, seit 2007 als stellvertretender Leiter Entwurf. 2010 kam er zu HPP, wo er die Leitung des Entwurfs übernahm und 2012 zum Projektpartner der HPP Architekten GmbH berufen wurde.
Antonino Vultaggio ist Mitglied der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen. Seine Diplomarbeit wurde mit dem AIV-Frankfurt Preis und einer Anerkennung des Bruno-Taut-Preises ausgezeichnet.

ALLE VERANSTALTUNGEN IM ÜBERBLICK

Der Besuch der Veranstaltung ist für Sie kostenfrei.
Allerdings bitten wir Sie um Ihr Verständnis, dass wir eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 30 € berechnen müssen, falls Sie trotz Anmeldung nicht teilnehmen können und uns nicht 3 Tage vorher darüber informieren.
 
München, 20. September 2018
MODULAR BAUEN – Große Bandbreite, vielfältige Potenziale
> Weitere Informationen folgen
 
Berlin, 11. Oktober 2018
WOHNFORMEN IM WANDEL – Qualitäten und Freiräume für alle
> Weitere Informationen folgen
 
Frankfurt, 08. November 2018
DIGITAL PLANEN UND BAUEN – Hohe Individualität in der Serie
> Weitere Informationen folgen


PARTNER DER VERANSTALTUNG:

BAU 2019

Die BAU, Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme, ist die größte und bedeutendste Veranstaltung der Branche. Die nächste BAU findet vom 14. bis 19. Januar 2019 auf dem Gelände der Messe München statt. Erwartet werden rund 2.200 Aussteller aus rund 45 Ländern sowie mehr als 250.000 Besucher aus aller Welt.
Auf 200.000 m² Fläche – das Gelände ist seit Jahren komplett ausgebucht – präsentiert die BAU in 18 Messehallen Architektur, Materialien und Systeme für den Wirtschafts-, Wohnungs- und Innenausbau im Neubau und im Bestand. Sie führt, weltweit einmalig, alle zwei Jahre die Marktführer der Branche zu dieser Gewerke übergreifenden Leistungsschau zusammen. Das Angebot ist nach Baustoffen sowie nach Produkt- und Themenbereichen gegliedert.
Die BAU spricht alle an, die mit der Planung sowie mit dem BAU und dem Betrieb von Gebäuden aller Art zu tun haben. Mit mehr als 65.000 Planern ist die BAU zugleich die weltgrößte Fachmesse für Architekten und Ingenieure. Die zahlreichen attraktiven Veranstaltungen des Rahmenprogramms, darunter hochkarätige Foren mit Experten aus aller Welt, runden das Messeangebot ab. 

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