You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken
Feuerwache Götzis, cukrowicz nachbaur architekten, Adolf Bereuter

Robuste Eleganz: Feuerwache Götzis von cukrowicz nachbaur

Dreiseitig umrahmt von einer lockeren Einfamilienhausstruktur und einer Bahntrasse im Westen bildet der, durch einen Wettbewerb entstandene Baukörper einen minimalistischen und harmonischen Akzent in der Umgebung. Situiert an einem halböffentlichen Vorplatz, der unter anderem Raum für Übungen bietet, verkörpert der schlichte Bau durch seine massive Erscheinung Sicherheit und geordnete Einsatzabläufe. Die großzügigen Öffnungen an der zum Vorplatz gerichteten Frontseite dienen zum einen der Ein- und Ausfahrt der Feuerwehrfahrzeuge und zum anderen als Schnittstelle des zur Öffentlichkeit gewandten Schulungs- und Gemeindevertretungsaal. Die ansonsten sehr zurückhaltenden Öffnungen, lassen für den Betrachter von jedem Standpunkt aus immer wieder neue Bilder des Körpers entstehen. Der freigestellte und dem Verlauf der angrenzenden Straße folgende Turm bildet das Pendant zum flachen Bau und fasst den Vorplatz räumlich.

Der Gebäudekomplex teilt sich im Erdgeschoss in zwei klare Funktionseinheiten: Einen Verwaltungs- und Schulungsbereich und einen Garagen- und Werkstattbereich. Eine durchgehende Foyerzone verknüpft diese beiden Einheiten und bildet die Verbindung zwischen barrierefreiem Haupteingang und halbgeschossig versetzen Alarmeingang auf der Westseite des Gebäudes. Alle Hauptfunktionen und -räumlichkeiten befinden sich auf einer einzigen Geschossebene, was kurze Wege und einen optimalen Funktionsablauf im Einsatzfall garantieren soll. Nebenräume und Räumlichkeiten für die Schlauchwäsche etc. sind im Untergeschoss untergebracht. Das Erdgeschoss behält dadurch größtmögliche Flexibilität.
Während Aufenthalts- und Schulungsräume in Holz ausgestattet werden, überwiegt in den »stark strapazierten« Bereichen die Kombination aus Stahl und Beton. Als Sonnenschutz kommt ein perforiertes Trapezblech im Bereich der Schulungs-, Sitzungs- und Büroräume zum Einsatz. Der Bodenbelag aus Zementestrich, der in der Fahrzeughalle in reinen Beton übergeht, unterstreicht die Robustheit des Gebäudes.

Sicherheit und in seiner klaren Form routinierte Bewegungsabläufe verkörpernd, besticht der Baukörper ganz im Sinne des Bregenzer Büros durch bewusst eingesetzte und nachhaltige Materialien. Der Schulungsraum wird gleichzeitig als Gemeindevertretungssaal genutzt und erhält durch Vorrücken in die eigentliche Fassadenebene zum Vorplatz hin zusätzlich eine öffentlichere, zur Stadt gewandte Bedeutung. Auch die klare, materielle Differenzierung der Funktionseinheiten schafft eine spannende und dennoch harmonische Innenraumatmosphäre. Ökologische Baustoffe und niedrige Betriebskosten beweisen zudem wie sich Nachhaltigkeit, Funktionalität und hoher architektonischer Anspruch elegant verbinden lassen.

Kurze Werbepause

Aktuelles Heft
DETAIL 9/2018
DETAIL 9/2018, Schulen

Konzept: Schulen

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.