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Adrià Goula, SCOB Architecture and Landscape, Yachthafen Port Vell, Barcelona, Spanien

Sanft umhüllt: Revitalisierter Yachthafen in Barcelona

Am Rande der Altstadt Barcelonas, vorbei am historischen Museum von Katalonien, gelangt man zum Yachthafen Port Vell, dessen Anlage es aufgrund der steigenden Nachfrage an Segelkreuzern zu verbessern und auszubauen galt. Die Beschränkung auf nur wenige Materialien und Farben schafft eine Kontinuität und Ordnung, die das gesamte Projekt durchzieht. Bei der Materialwahl orientieren sich die Architekten am bestehenden Kontext: Weißer Beton, warmes Holz und Glas, in dem sich das Meer spiegelt, sorgen für eine sanfte Integration in den Hafen. Als wiederkehrendes Element agiert eine Gitterstruktur, die beide Gebäude umhüllt und gegen Wind, Salz und Sonneneinstrahlung schützt. Die Inspiration dafür stammt von den Fischernetzen, die im Sommer auf den Booten Schatten spenden. Für den Außenraum entwickelten die Architekten eine Möblierung aus weißem UHPC Beton, die zu kleinen Sitzgruppen arrangiert ist.

Am Eingang des Yachthafens befindet sich der OneOcean Club mit einem Restaurant und einer Cocktailbar. Die zwei Gebäudeteile werden optisch durch ein Fassadengitter verbunden, welches sich jeweils zum Meer und zur Stadt hin öffnet und so einen fließenden Übergang zur Umgebung erzeugt. Die löchrige Struktur fungiert als raumbildendes Element, das unterschiedliche Bereiche und Terrassen formt. Durch die Anordnung der geschlossenen Funktionsräume im nordöstlichen Teil des Gebäudes und des offenen Gastraums im südwestlichen Teil läuft der Grundriss in Richtung Meer aus. Hängepflanzen auf der Terrasse und im Innenraum verstärken die maritime Atmosphäre.

Das zweigeschossige Gallery Building, das zwischen den weißen Yachten auf einer Plattform über dem Wasser ruht, wird ebenfalls von der transparenten Struktur ummantelt. Im Gegensatz zum OneOcean Club wirkt das Fassadengitter hier wie eine zweite Haut, die durch gezielte Einschnitte unterbrochen wird. Zwischen der Gitterstruktur und der Glasfassade entsteht ein überdachter umlaufender Gang, der im vorderen Bereich eine Eingangssituation schafft. Der dreieckige Bau beherbergt Büros, Multifunktionsräume, Personalräume und einen Fitnessraum. Eine Gruppierung der geschlossenen Bereiche ermöglicht in den Zwischenräumen Platz für öffentliche Nutzungen. Im Inneren des Gebäudes überwiegen die Materialien Holz und Glas, die einen Kontrast zur weißen Hülle bilden.

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