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Skulpturale Akustikdecke für Messe Luzern

»Wave« Akustikmodule

Die Späh Unternehmensgruppe bietet unter dem Namen »Wave« Akustikmodule an, die ein interdisziplinäres Team, bestehend aus dem Kommunikationsdesigner Prof. Claudio Hils, dem Luft- und Raumfahrtingenieur Thomas Petzoldt und dem Innenarchitekten Thomas Gruber, entwickelt hat. Die Serie besteht derzeit aus Akustikabsorbern, Raumteilern und Baffles.

Für die Messe Luzern wurde in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Atelier ww aus Zürich erstmals eine über den ganzen Raum angelegte, durchgehende skulpturale Form umgesetzt. Die akustisch hochwirksamen Decken wurden für zwei Konferenzräume berechnet und maßgeschneidert gefertigt. Dafür hat man die einzelnen Module zunächst als räumliche Gebilde durch mathematische Algorithmen definiert. Die Module sind durch eine Anzahl von Parametern so ausgelegt, dass sich aus deren Variation eine theoretisch unendliche Menge von möglichen Formen ergibt.

Mit auf digital berechneten 3D-Modellen konnten die Raumszenen virtuell aufgebaut und dargestellt werden. Anschließend wurden die räumlich gebogenen und verwundenen Lamellen der Module einzeln neu berechnet, auf eine Ebene abgewickelt und mit einer CNC-Maschine im Wasserstrahl-Verfahren aus speziellem Akustikschaum geschnitten. Optimale Akustik und Stabilität konnten mit einer Materialstärke von 15 mm erreicht werden. Die Module werden mit einem äußeren Führungsrahmen ausgerüstet, wodurch sich die Koppelung mehrerer Module oder die serienmäßige Befestigung an Decken der Wänden erleichtert.

»Wave« Akustikmodule

Die weichen, fließenden Linien erzeugen Assoziationen an die Natur – an bewegte Wasserflächen mit ständig wiederkehrenden, jedoch niemals identischen Mustern. Der dreidimensionale Charakter der Decke wurde zusätlich verstärkt, indem die einzelnen Modulreihen im Winkel von 14 ° abgehängt wurden. Die Deckentiefe beträgt 370?mm, die Größe der Einzelmodule beträgt 1670 x 1590 mm. Der Welleneffekt wird zudem durch den Einsatz von Beleuchtungselementen in Deckung mit dem Modulraster betont.

Die Lamellenneigung wurde mittels virtueller Fluchtpunkte an die Modulschräge sowie die Positionierung der Beleuchtung angepasst, sodass eine möglichst geringe Abschattung bei gleichzeitig optimaler diffuser Lichtstreuung erzielt wird. Hierbei wirken die Formen durch Schattenwirkung plastisch und bieten je nach Perspektive variierende Eindrücke. Der Akustikabsorber wurde im pro-K Wettbewerb als Produkt des Jahres 2014 ausgezeichnet. Der Preis wird jährlich an innovative, kreative und funktional hervorragend gestaltete Produkte aus Kunststoff verliehen.

Stichworte:
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 5/2014

Umnutzung, Ergänzung, Sanierung

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