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SOM, Architekturgalerie München, Rainer Viertlböck

»SOM The Engineering of Architecture« - Ausstellung in München

Ein Gitternetz aus feinen Bleistiftlinien durchzieht den Hauptraum der Architekturgalerie seit der Eröffnung der Ausstellung »SOM The Engineering of Architecture«. 20 Modelle ausgewählter Wolkenkratzer des in Chicago gegründeten Büros sind hier im Maßstab 1:500 nachgebaut und der Größe nach aufgereiht. Von dem »nur« 101 m hohen Inland Steel Building über den 527 m hohen Willis Tower (ehemaligen Sears Tower) reicht die Spannweite bis hin zum Entwurf des 1000 m hohen Desert Crystal in Jeddah. Diese Dimensionen sind nur schwer vorstellbar – und so rät Bill Baker sich erst einmal auf den Galerieboden zu legen, um aus dieser Perspektive ein Gefühl für diese Höhen zu bekommen.

Gezeigt werden Hochhäuser ohne ihre Fassaden, um ein Blick auf deren Tragwerkssysteme zu ermöglichen: Sie sind es, die die Architektur der Gebäude charakterisieren. Namen wie das John Hancock Center oder der Burj Khalifa treten hinter den Begriffen »Braced Tube/Ausgesteiftes röhrenartiges Rahmentragwerk« und »Buttressed Core/Kern mit Strebewerk« zurück. Es geht generell nicht darum die Gebäude zu benennen, es geht darum sie zu begreifen.

Das Konzept der Ausstellung knüpft an die in der Reihe DETAIL engineering erschienene Publikation über die Structural Group von SOM an - Skizzen, Notizen, Projektbeispiele und erläuternde Modelle veranschaulichen hier die Grundprinzipien des Büros: Einfachheit, Klarheit, Ordnungsprinzipien als Grundlage für strukturelle Ideen, Effizienz und das permanente Interesse an Weiterentwicklung und Verknüpfung von Wissen.

Gerade dieses Thema spielt bei SOM eine große Rolle, ebenso wie die seit jeher bestehende enge Zusammenarbeit von Ingenieuren und Architekten. Das zeigt sich vor allem in der internen Forschungsgruppe, der »Research Gang«, die sich aus unterschiedlichen Planern zusammensetzt. Deren Gedanken, Ideen und Ansätze, bei denen es nicht nur darum geht, Neues zu erfinden, sondern das bestehende Wissen und die vorhandenen Systeme und Strukturen neu und anders zu nutzen und weiterzuführen, sind ebenfalls Teil der Ausstellung.

Die Ausstellung dauert noch bis zum 4. März.

Das in der Edition DETAIL engineering erschienene Buch erhalten Sie hier.

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