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Herwig Udo Graf, SOS-Brutalism, Ausstellung, Frankfurt, Deutsches Architekturmuseum Frankfurt, Oliver Elser

SOS Brutalismus: Rettet die Betonmonster

Gemeinsam mit der Wüstenrot-Stiftung, die sich seit drei Jahrzehnten für die denkmalgerechte Erhaltung von Gebäuden engagiert, sind wir aufgebrochen, um eine globale »rote Liste« zu erstellen: Welche Bauten des Brutalismus sind besonders gefährdet und wie kann man diese häufig ungeliebten Bauwerke neu bewerten? Dafür wurde der Hashtag #SOSBrutalism etabliert, der nun seit zwei Jahren das internationale Erkennungszeichen für alle Initiativen ist, die sich für den Brutalismus einsetzen. Parallel zur Ausstellungvorbereitung entstand eine Webseite, die dank vieler Beiträge von fleißigen Followern auf allen Social-Media-Kanälen mittlerweile über 1000 Bauten weltweit versammelt.

In der 540 Seiten starken Publikation, die bei Park Books in Zürich erscheint, stellen wir 120 Bauten ausführlich vor. Gut ein Duzend davon werden auch im DAM in großen, eigens hergestellten Modellen zu sehen sein. Man wird in der Ausstellung erfahren, dass der Brutalismus ein globales Phänomen war. Fast überall konnte sich mit Hilfe der skulpturalen Bauten eine junge Architektengeneration etablieren. Der Brutalismus diente oftmals als Fundament für ein neues Selbstbewusstsein: In Japan beispielsweise entstand nach dem verheerenden Zweiten Weltkrieg eine neue, spezifisch japanische Architektur, bei der sich traditionelles Zimmermannshandwerk mit der neuen Betontechnologie verbündete. Diese Bauten sind weltweit nachgeahmt worden und zwar insbesondere dort, wo ebenfalls ein Hunger nach neuer Architektur herrschte: Im erdbebenzerstörten Skopje etwa oder bei der Ruhr-Universität in Bochum.


Weitere Informationen zur Ausstellung erhalten Sie hier.

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Eine ausführliche Print-Dokumentation finden Sie in unserer Ausgabe DETAIL 10/2017 mit dem Themenschwerpunkt »Mauerwerk«.

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