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Sparprogramm für die Allianz-Arena

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Foto: Thinkpink/pixelio.de

Auch in Neubauten lassen sich bisweilen erhebliche Energie-Einsparpotenziale feststellen. Das belegt eine Effizienzanalyse, die E.ON im Auftrag des FC Bayern München in der Münchener Allianz Arena durchgeführt hat. Ergebnis: Rund eine Million Kilowattstunden – über 5% des Gesamt-Energieverbrauchs im Stadion – ließen sich einsparen.

„Den einen, ganz großen Einsparknaller gibt es bei uns nicht“, sagt Jürgen Muth, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft des Stadions, die die von E.ON vorgeschlagenen Maßnahmen derzeit durchführt. Doch auch viele kleine Einzelschritte addieren sich in der Allianz Arena zu erheblichen Energieeinsparungen. Betroffen sind davon vor allem die 6000 Quadratmeter Flächen im Stadion, die mit Gastronomie, Shops, Konferenzräumen, VIP-Logen, Medienräumen und Mannschaftskabinen belegt sind.

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Heizzentrale der Allianz Arena.

Die Maßnahmen lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen. Zum einen werden technische Anpassungen etwa am Heiz- und Kühlsystem durchgeführt. Auch der Einbau von 450 Bewegungsmeldern für die Lichtsteuerung gehört in diese Kategorie, die ein jährliches Einsparvolumen von 460.000 Kilowattstunden bringen soll.

Beispielsweise wurde die Sauerstoffzufuhr zu den Heizkesseln verbessert, was deren Wirkungsgrad um einige Prozentpunkte erhöht, und die Brenner wurden so geregelt, das fortan weniger – energieintensive – Brennerstarts notwendig sind. Die Kältemaschinen waren bislang fast das ganze Jahr über in Betrieb. Sie werden nunmehr so umprogrammiert, dass bei niedrigen Temperaturen verstärkt die Außenluft genutzt wird und in einem gemäßigten Temperaturbereich fortan überhaupt keine maschinelle Kühlung mehr erforderlich wird.

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Blick in den Technikbereich im 6. Obergeschoss des Stadions.

Das zweite, wesentliche Maßnahmenpaket lässt sich unter dem Begriff „Verhaltensänderung“ zusammenfassen, so die Betreiber. Hier baut die Stadiongesellschaft vor allem auf das Mitwirken der Mieter, Dienstleister und Kunden. Zum Beispiel „weiß“ die Steuerungszentrale genau, wann bestimmte Bereiche im Stadion gereinigt werden sollen. Die Beleuchtung dieser Bereiche wird dann nur für den vordefinierten Termin aktiviert und vom Reinigungsteam nach getaner Arbeit zur Deaktivierung freigegeben. Auch Kunden leisten einen Beitrag, indem sie Besuche in den Firmenlogen vorab anmelden. Die Steuerungszentrale „fährt“ dann zum vorbestimmten Zeitpunkt automatisch die Heizung oder Kühlung hoch. Dadurch lässt sich der Dauerbetrieb vermeiden und auch hier Energie sparen.

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Foto: E.ON

Insgesamt beträgt der Energieverbrauch in der Allianz-Arena bislang rund 19 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Der Energiecheck wurde durch Experten von E.ON und Fachleuten von DEKRA im Winter 2008/2009 durchgeführt und mündete in eine 80-seitige Energiepotenzialanalyse, die Empfehlungen für alle verbrauchsrelevanten Bereiche beinhaltete.

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