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Supersalone 2021, Möbelmesse, Foto: Diego Ravier

Supersalone 2021 Review: Durchbruch für ein neues Konzept?

Die neu formatierte Mailänder Möbelmesse – normalerweise die größte der Welt – wird von dem Architekten und Kurator Stefano Boeri mit der Unterstützung von fünf Mitarbeitern geleitet, darunter Andrea Caputo, Maria Cristina Didero, Anniina Koivu, Lukas Wegwerth, Marco Ferrari und Elisa Pasqual, beide von Studio Folder. Binnen kurzer Zeit realisierten die Organisatoren um Maria Porro eine experimentelle Version der Designschau in vier statt 24 Hallen, viel italienischer mit nur 16 Prozent internationalen Ausstellern und auch nachhaltiger. Ziel war es, eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen, die die Stellung der norditalienischen Stadt innerhalb der globalen Designindustrie, ein Gefühl von Zusammengehörigkeit statt Konkurrenz, eine engere Verbindung zu den Verbrauchern und einen neuen Fokus auf Nachhaltigkeit fördern sollte.

Das Konzept des von Bäumen gesäumten Dorfes, das sich das Team ausgedacht hat, wird die traditionelle Struktur der Messestände überflüssig machen. Statt wie sonst riesige Stände in die Hallen zu bauen, mussten sich die Unternehmen mit ein paar Metern Wandfläche einer vorgegebenen Präsentationsarchitektur begnügen. Diese Architektur bestand zum Teil aus gemieteten Elementen, zum Teil aus standardisierten Plattenmaterialien, die anschließend wiederverwendet werden sollen. Auf Teppichboden hat man gleich ganz verzichtet. Diese modularen Einheiten wurden aus unbehandelten Rohstoffen gebaut, ganz im Sinne des Ethos: Wiederverwendung vor Recycling. Die Idee war, dass diese Elemente nach Abschluss der Messe abgebaut und mehrfach wiederverwendet werden. Ein Wald aus 200 Bäumen, der am Osttor des Messegeländes installiert wurde, wird an verschiedenen Stellen im Mailänder Stadtzentrum verpflanzt. Der Supersalone war ein Neuanfang, und weitere Messen werden folgen, denn Möbel will man nicht nur sehen, sondern auch erleben.

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