You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken

Urlaub nach dem Fall - Transformationen sozialistischer Ferienarchitektur

Die von Michael Zinganel kuratierte Ausstellung dokumentiert die Entstehung und Transformation modernistischer Ferienanlagen an der kroatischen Adriaküste.

Ort: nGbK - neue Gesellschaft für bildende Kunst, Oranienstraße 25, 10999 Berlin
Eröffnung: 9. August 2013, 19 Uhr
Dauer: 10. August - 1. September 2013, täglich 12-19 Uhr, Do - Sa 12-20 Uhr

Transformationen sozialistischer Ferienarchitektur
Hotel Pelegrin in Kugari, Foto: Wolfgang Thaler

Die großmaßstäblichen Bauten waren als Symbole einer modernen, sozialistischen Nation während der 1960er und 70er-Jahre entstanden und bilden noch heute ein wichtiges Infrastrukturelement des Landes. Tourismus war und bleibt ein wichtiger Wirtschaftszweig der Region. Die politischen und ökonomischen Bedingungen haben sich nach dem Zerfall Jugoslawiens jedoch drastisch verändert. Was bedeutet dies für die Tourismusarchitekturen? Wie haben die Bauten sich seit der Privatisierung der Betriebe baulich verändert? Wie wird man in Zukunft mit diesem architektonischen Erbe umgehen?

Transformationen sozialistischer Ferienarchitektur
Das Hotel Balaton in Sunny Beach aus Betonfertigteilen, Architekt Nikolay Nenov 1965. Fotos: BTA

Anhand von Case Studies wird die Planungsgeschichte und die Transformationen ausgewählter Bauten vorgestellt. Dabei richtet sich der Fokus nicht nur auf Architektur und Interior Design, sondern auch auf die übergeordnete Raumplanung, das Problem großflächigen Leerstands und soziale wie wirtschaftliche Ausprägungen des Tourismus. Die Genealogie der Ferienanlagen wird weiterhin in die Beobachtung politischer und ökonomischer Entwicklungen eingebettet. Eine Zeitleiste visualisiert das Wachsen und Schrumpfen der Tourismuszahlen. Parallel werden über Hörstationen die Hintergründe der Privatisierungsprozesse kommuniziert.

Transformationen sozialistischer Ferienarchitektur
Ressort Haludovo, Malinska (Krk), Architekt Boris Magaš 1971 – 72, Foto: ccn images
Der Architekt Boris Magaš konzipierte das Ressort Haludovo als Collage unterschiedlicher Typologien.
Heute zeigt sich das Ressort Haludovo nach Jahren des Leerstands als verfallende Ruine.
Transformationen sozialistischer Ferienarchitektur
Die ehemalige Hotelbar im heutigen Zustand. Bisherige Umbaupläne scheiterten. Foto: Daniele Ansidei

Im Jovis Verlag erscheint eine umfangreiche Publikation zur Ausstellung: "Holidays After The Fall - Seaside Architecture and Urbanism in Bulgaria and Croatia" (Hrsg.: Elke Beyer, Anke Hagemann, Michael Zinganel, ISBN 978-3-86859-226-9).

Mit Beiträgen von: Daniele Ansidei, CCN-images, Marko Dabrovic, Cemal Emden, Damir Fabijanic, Michael Hieslmair, Ryan Jeffrey, Jana Jocif, 3LHD, Miran Kambic, Norbert Mappes-Niediek, Boris Podrecca, Kerstin Stramer, Wolfgang Thaler, Michael Zinganel, u.a.

Abb.: Jovis Verlag

Kuratorenführungen: 11. August 2013, 18 Uhr und 1. September 2013, 18 Uhr 
Finissage und Diskussion mit Boris Buden und Michael Zinganel: 1. September 2013, 19.30 Uhr

Mehr zur Ausstellung unter www.ngbk.de.
Informationen zur Publikation und Leseproben unter www.jovis.de.

Stichworte:
Aktuelles Heft
DETAIL 12/2018
DETAIL 12/2018, Dächer

Dächer

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.