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Volumetrisches Spiel: Kulturzentrum in Madrid

Offen und dynamisch sollte das Gebäude sein: Nun beherbergt es neben einer Universität, das PhotoEspaña International Centre, eine Mediabibliothek, Ausstellungsflächen und ein Bürgerinformationszentrum. Während seine äußere Erscheinung unmittelbar Gedanken an Le Corbusiers Villa Savoye aufkommen lässt, sind es letztendlich drei verschiedene, autarke Volumen, die gemeinsam ein Gesamtensemble bilden. Umschlossen von einer »schwebenden Betonkrone« bilden ein Glaskubus und ein massiver Körper divergente Raum- und Hofsituationen. Der gläserne Kubus stellt dabei das Herzstück des Entwurfs dar. Mit einer Bibliothek und Aufenthaltsbereichen im Erdgeschoss und einem Ausstellungsbereich im 1. Obergeschoss bildet er das Vestibül des Ensembles. Von hier aus können alle Räumlichkeiten erschlossen werden. Während der alles umschließende Betonring in erster Linie die Schulungs- und Arbeitsräume der Universität beherbergt, befinden sich alle anderen oben genannten Funktionen inklusive Büros für Direktion und Lehrpersonal im dritten massiven Volumen.

Alle drei Körper funktionieren unabhängig voneinander und stehen trotz ihrer Unterschiedlichkeit in gegenseitiger Beziehung zueinander. Separate Zugänge ermöglichen die flexible und autarke Nutzbarkeit zu verschiedensten Zeiten. Die zwei entstehenden Patios werden von den Architekten als »Winter-Patio« und »Sommer-Patio« bezeichnet. Während in den größeren der beiden viel Licht einfällt, soll dieser vor allem in der Winterzeit einer bestmöglichen Belichtung dienen. Der kleinere hingegen sorgt durch seine vertikale Ausrichtung für eine natürliche Verschattung im Sommer und garantiert dennoch einen ausreichenden Lichteinfall in die Schulungsräume.

Als würde sie den Raum einfangen und die eingestellten Körper festhalten wollen, umschließt die Betonkrone die kleineren Volumen in ihrem Inneren und kreiert dabei eine spannende Hofsituation, die zum durchschlendern, aber auch zum Zusammenkommen im Herzstück, dem gläsernen Kubus einlädt. Wie ein Schatz scheint sich dieser zwar bei Tag zu verstecken, in der Nacht leuchtet er jedoch wie eine Laterne aus der Mitte des Hofes heraus und zieht Besucher und Neugierige an. Im Wechselspiel von Licht und Schatten entstehen in den einzelnen Körpern und in den verschiedenen Patios zu jeder Tageszeit neue Belichtungssituationen, die die Flexibilität und Vielfältigkeit des Gebäudes nochmal unterstreichen.

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