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Vorfertigung trifft Energieeffizienz: Konzepte aus den USA

Auf dem Markt für Einfamilienhäuser in den USA sieht es nicht eben rosig aus. Dennoch laufen vielerorts die Überlegungen auf Hochtouren, wie sich eben dieser Bautypus künftig nachhaltiger gestalten ließe. Ein Beispiel ist der Wettbewerb „From the Ground Up“, der von der University of Syracuse mit namhafter Beteiligung initiiert und vor wenigen Wochen entschieden wurde.

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Die Vorgaben von „From the Ground Up: “ waren konkret und praxisbezogen: Für ein leerstehendes Restgrundstück an der Near Westside, eines der ältesten Wohnviertel der Universitätsstadt im Staat New York, sollte ein Einfamilienhaus entworfen werden. Es sollte nicht nur eine möglichst hohe Energieeffizienz mitbringen, sondern zugleich preisgünstig auf Basis der in den USA verbreiteten Konstruktionssysteme zu errichten sein – und es sollte sich im Laufe seines Lebenszyklus immer wieder an die geänderten Anforderungen der späteren Bewohner anpassen lassen.

Zur ersten Wettbewerbsrunde hatten 52 Entwurfsteams ihre Ideen als Skizzenbuch eingereicht. Daraus wählte eine Jury sieben Finalisten zur Weiterbearbeitung und aus diesen wiederum drei Sieger aus.

Die drei Siegerprojekte:

„R-House“ von ARO und Della Valle Bernheimer (New York)

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Das zweigeschossige Haus setzt den Satteldächern der umliegenden Gebäude eine eigenwillige, unregelmäßig gefaltete Form entgegen, passt sich diesen jedoch maßstäblich an. Innerhalb des Gebäudevolumens können wahlweise 2, 3 oder 4 Schlafzimmer untergebracht werden, indem die Geschossdecke über dem Erdgeschoss größer oder kleiner gewählt wird. Bei einer Konfiguration mit 2 Schlafzimmern steht den Bewohnern ein doppelt geschosshoher Wohnraum zur Verfügung.

Das Energiekonzept basiert auf einer hoch gedämmten und luftdichten Gebäudehülle mit Passivhausstandard, kontrollierter Lüftung mit Wärmerückgewinnung und optmiertem Wärmeeintrag durch die Fenster. Beheizt wird das Gebäude - wie bei Passivhäusern üblich - ausschließlich über die Zuluft, die Kühlung geschieht zu 100% auf passive Weise mittels außenliegender Verschattung, großen thermischen Speichermassen im Gebäudeinneren, sowie Nachtluftspülung über öffenbare Dachfenster.

„Live Work Home“ von Cook + Fox (New York) und Terrapin Bright Green (Washington)

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Auch bei diesem Entwurf steht die Nutzungsflexibilität im Vordergrund: Eine Familie lässt sich in dem eingeschossigen Haus ebenso unterbringen wie ein Home-Office oder eine Studenten-WG. Tragende und nichttragende Wände bestehen aus Structural Insulated Panels (SIPs), einem in den USA weit verbreiteten Verbundmaterial aus einem Dämmkern mit Oberflächen aus OSB, Sperrholz oder Faserzementtafeln. Gelochte, verstellbare Sonnenschutzpaneele vor den Fenstern füllen die Innenräume mit reizvollen Licht- und Schattenspielen.

„TED“ von Onion Flats (Philadelphia)

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TED wurde so entworfen, dass es mit drei unterschiedlichen Konstruktionssystemen realisiert werden kann: der in den USA üblichen „stick framing“-Holzrahmenbauweise, mit vorgefertigten Holzelementen oder mit gedämmten Sandwichpaneelen, sogenannten „Structural Insulated Panels“. Hohe Dämmwerte und aktive Solarenergienutzung bilden den Kern des Energiekonzepts. Zur Gebäudeheizung wird Warmwasser aus dachmontierten Kollektoren verwendet, das in eine Fußbodenheizung eingespeist wird. Zur natürlichen Entlüftung und Kühlung dient ein über alle drei Geschosse reichendes Atrium. Der Grundriss von TED erlaubt wahlweise die Realisierung einer 2- bis 4-Zimmer-Wohnung, einer Maisonnette oder einer Studiowohnung.

Die weiteren Finalisten:

„Lumen-Air House“ von Erdy McHenry und Stenson

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„621 Otisco Street“ von do-it-together.org

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Wohnhaus von Office dA und Studio Himma

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„Asymmetric House von Adjaye/Associates

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