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Weiterentwicklung des WorkLabs – vom Arbeitsplatz zur Arbeitsmöglichkeit

Weiterentwicklung des WorkLabs von Steelcase
Arbeitsplätze zum Auswählen bietet das neu­gestaltete WorkLab in Rosenheim.
Mitarbeiter, die fast immer im Haus sind, haben nach wie vor einen festen Arbeitsplatz im Team.

Das Unternehmen Steelcase Werndl AG sieht sich selbst als Themenführer im Bereich innova­tiver Raumkonzepte und investiert viel in ­unterschiedlichste Forschungsprojekte rund um den Arbeitsplatz der Zukunft. Dazu gehören nicht nur diverse Studien und Kooperationen mit namhaften Forschungseinrichtungen, Universitäten, Designern und Unternehmen, sondern auch die eigenen Büroräume im Headquarter in Rosenheim, die gewissermaßen als »lebendiges Labor« verstanden und genutzt werden.

So steht die aktuelle Umstrukturierung des seit 1989 kontinuierlich weiterentwickelten »Work-Labs« ganz im Zeichen des Sich-Vernetzens. Doch auch die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter und nicht zuletzt eine effektivere Flächennutzung bestimmten die jüngsten Umbaumaßnahmen. Die konkreten Anforderungen sahen vor, Büroflächen zu reduzieren und die beiden bisher in unterschiedlichen Gebäuden untergebrachten Abteilungen Marketing und New Business in einer neuen, an zeitgemäße Arbeitsweisen angepassten Umgebung zusammenzuführen. Die Wünsche und Bedürfnisse der Mitarbeiter zu kennen und zu analysieren, bildete dabei die Basis – denn bei Steelcase weiß man, dass veränderte Arbeitsbedingungen nur dann Erfolg bringen, wenn sie zur Kultur des Unternehmens passen und Aspekte wie Privatsphäre, Akustik, Ergonomie oder Komfort am Arbeitsplatz ausreichend berücksichtigen.

Einen ersten Überblick brachte der eigens vom Fraunhofer Institut für Steelcae entwickelte »Performance Check«. Ergänzend dazu fanden Workshops und Interviews mit den Mitarbeitern statt, um die konkreten Bedürfnisse zu ermitteln, auf deren Basis man sich dann an die Entwurfs- und Detailplanung sowie die Umsetzung machte. Für die Verteilung der Arbeitsplätze kristallisierten sich aus den Berfragungen drei verschiedene Typen von Mitarbeitern heraus: Die ­sogenannten »Residents« verbringen etwa 80?–100 % ihrer Arbeitszeit am Schreibtisch, bei den »Nomaden« sind es hingegen nur 50?–?70 % und die mobilen Arbeitnehmer verbringen lediglich 20?–?40 % der Zeit im Büro, arbeiten meist teamorientiert und ­projektbezogen oder in unterschiedlichen Gruppierungen. Aufgrund dieser Einteilung war es möglich, 52 Mitarbeiter auf einer Fläche von 620 m2 unterzubringen. Zwar steht nicht mehr jedem Mitarbeiter ein fester Arbeitsplatz zu, doch dafür wurde das Angebot an unterschiedlichen Arbeitsmöglichkeiten erweitert: Um eine gemeinschaftlich genutzte Fläche in der Mitte gruppieren sich drei offene Teambereiche mit dazwischenliegenden verglasten Besprechungskuben unterschiedlichster Ausstattung. Je nach Art der gerade anfallenden Arbeit haben die Mitarbeiter nun die Möglichkeit, den für sie passenden Arbeitsplatz auszuwählen. Zur Verfügung stehen neben den neuen Bench-Lösungen, die sich vor allem für das Arbeiten im Team eignen und mit unterschiedlichsten Tools für verschiedene Arbeitstypen ausgestattet werden können, auch Rückzugsnischen und Einzelbüros. Für Meetings und Besprechungen gibt es neben klassischen Besprechungsräumen auch Loungeecken oder einen großen »Küchentisch«, an dem eher lockere Meetings und entspannte Konversationen stattfinden können. Für das Teilen von Informationen während einer Besprechung hat sich bei Steelcase insbesondere das Produkt »media:scape« bewährt, das sich in der neuen mini-Version nun auch auf jeder beliebigen Oberfläche platzieren lässt und für Teams von zwei bis vier Personen geeignet ist. Eine höhenverstellbare Version ist mit media:scape mobile ebenfalls verfügbar.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt für das Funktionieren des WorkLabs ist die Akustik. Dafür, dass auch auf den gemeinschaftlich genutzten Flächen der Lärmpegel niedrig gehalten wird, sorgen nicht nur Teppich­boden und akustisch wirksame Decken­elemente, sondern auch ein sogenanntes »Privacy-System«, das ein nicht bewusst wahrnehmbares Rauschen als Hintergrundgeräusch erzeugt und unterschwelllig zur Wohlfühlatmosphäre beiträgt.  

Weiterentwicklung des WorkLabs von Steelcase
Familiär geht es am mit »media:scape« ausgestatteten großen Besprechungstisch in der Küche zu.
Rückzugsorte für Gespräche und Ideen.
Stichworte:
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 10/2012

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