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Widersprüchliches ordnen

Die Ausstellung in der Architekturgalerie München erklärt anhand von Modellen das Architekturprogramm des Zürcher Büros E2A.

Ort: Architekturgalerie München, Türkenstraße 30, 80333 München
Dauer: Freitag, 22. Februar bis Samstag, 6. April 2013
Eröffnung: Donnerstag, 21. Februar 2013, 19:00 Uhr

e2a architekturgalerie münchen
Kunstcampus Berlin, Foto: Jon Naiman

Piet und Wim Eckert entwickeln ihre Bauten und Projekte als Synthese aus Reaktionen auf den Kontext und der Interpretation des architektonischen Programms: Neben den Bedingungen des konkreten Ortes werden auch kulturelle, politische und wirtschaftliche Zusammenhänge bewertet.

Angesichts der gestiegenen Komplexität der Bauaufgaben und der zunehmend divergierenden Vorstellungen, die von Politik, Gesellschaft und Bauherren an die Architektur herangetragen werden, betrachten die beiden Brüder auch Widersprüche, Pannen und Unvorhergesehenes als Potential für die Architektur. Im Sinn einer systematischen Inkohärenz ist architektonische Qualität für Sie ohne Konflikte nicht denkbar: Jede Einschränkung liefert zugleich auch die Kriterien, sie zu überwinden.

Diese Haltung basiert darauf, zunächst den eigentlichen Kern der jeweiligen Fragestellung freizulegen, die Essenz der gestellten Aufgabe herauszudestillieren sowie die entwerferische Antwort gänzlich daraufhin auszurichten und zu schärfen. Auf diese Weise und in Verbindung mit der Setzung klarer Prioritäten – was ist verzichtbar, was gilt es unter allen Umständen beizubehalten? – lässt sich für Piet und Wim Eckert eine spezifische Architektur entwickeln, die der Lage ist, Bedingungen, die sich vormals gegenseitig ausschlossen, zu integrieren und dabei jede Form von „Repertoire“ zu vermeiden.

e2a architekturgalerie münchen
Kunsthaus Chur, Foto: Jon Naiman
Schulcampus Moos, Foto: Jon Naiman

Modelle als zentrales Medium
In dieser Konstellation kommt den Modellen eine besondere Rolle zu: Mit der Architektur teilt es die Dreidimensionalität, und damit verbunden die multiperspektivische Wahrnehmung. Deswegen spielen sie nicht nur als Arbeitsinstrument im Entwurfsprozess eine zentrale Rolle, sondern auch als Präsentationsmedium: Modelle ermöglichen es, den Kerngedanken des Entwurfs dreidimensional nachzuvollziehen und die räumliche Konsequenz einer konzeptionellen Entscheidung zu entdecken. Dabei brauchen sie nicht „wahr“ zu sein, sondern dürfen zeigen, was sie zeigen möchten – als „dreidimensionale Skizzen“ liegt die Qualität ihrer Aussage in der Hervorhebung des Wesentlichen durch bewusste Vereinfachung der Realitäten.

e2a architekturgalerie münchen
WestLink, Foto: Jon Naiman

Die Ausstellung verzichtet bewusst darauf, jedes Exponat in allen Medien „durchzudeklinieren“, sondern fokussiert die Wechselbeziehung von Modell, Text, Plan und Bild als unterschiedliche Werkzeuge, die in unterschiedlichen Entwurfsphasen zum Einsatz kommen, und die gleichzeitig verschiedene Ebenen der Konstruktion und der Darstellung von Architektur repräsentieren. Zugleich spielt sie dabei mit den Themen Farbe und Sättigung, Abstraktion und Realität. 

Zur Eröffnung sprechen Adolf Krischanitz (Wien) und Nicola Borgmann (Vorstand Architekturgalerie München e.V.)

Artikel "E2A - Körper und Schichten"

Artikel "Modellraum aus Körpern und Schichten: E2A in Berlin"
www.architekturgalerie-muenchen.de

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