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Foto: Maxime Brouillet

Wohnhaus mit Aussicht: La Maison Haute in Kanada

Inmitten eines Waldes, abgelegen auf einem steilen Berg steht La Maison Haute. Die Einsamkeit ist bewusst gewählt. Die natürliche Umgebung ist der einzige Verbündete des Wohnhauses. Der Blick fällt durch die großen Bäume auf Lac Clair im Tal, ein Fluss plätschert am Haus vorbei. Um die Natur in vollen Zügen aufnehmen zu können, verfügt das Haus über einen Freiluftraum. Er ist abgekoppelt vom geschlossenen Baukörper und verfügt über einen eigenen Kamin, Platz zum Essen und ist zum See hin mit einer bodentiefen Glasfläche versehen. Der Holzboden der Terrasse geht nahtlos in diesen überdachten, erweiterten Wohnbereich über.

Doch nicht nur der Boden ist mit Holz verkleidet. Die komplette Fassade besteht aus hell lasiertem Holz, das sich auch auf den Innenwänden fortsetzt. Zum See hin ist das Haus auf ganzer Höhe verglast. Beides sorgt dafür, dass die Grenzen zwischen Innen- und Außenraum verschwimmen. Die Überdachung des Eingangsbereiches stellt gleichzeitig die Verbindung zwischen den beiden Bauvolumen her – dem doppelgeschossigen Haupthaus und dem komplett zu öffnenden Wohnraum.

Das Raumkonzept des Haupthauses ist ebenfalls außergewöhnlich: Von der Glasfront aus gesehen, entsteht der Eindruck eines zweigeschossigen Raumes, mit einem eingeschobenen, aufgeständerten Volumen, welches das Schlafzimmer beherbergt. Die Wände dieses Volumens schließen das Schlafzimmer nicht raumhoch ab. Sowohl akustisch, als auch optisch besteht dadurch eine direkte Verbindung zum Wohnraum im Erdgeschoss. Weiter hinten schließen sich noch ein Schlafzimmer und ein Bad an. Zum Wohle der Privatsphäre wurden die Wände des Badezimmers im oberen Teil nicht offen gelassen, sondern mit Glasscheiben ausgefüllt. So dringt von drei Seiten Tageslicht ein.

Im rechteckigen Grundriss des Hauses ist eine Zone den Treppenräumen vorbehalten. Weiße Wangen und helle, hölzerne Trittstufen passen sich dem restlichen Interieur mit Leichtigkeit an. Durch den offenen Treppenraum wird auch das Kellergeschoss mit Tageslicht versorgt und mit den darüber liegenden Räumen verbunden. Zwei weitere Schlafzimmer mit Bad und Wohnraum finden dort unterirdisch Platz.
La Maison Haute lebt von den Verbindungen – Verbindungen der Räume untereinander, der zwei verschiedenen Baukörper und ganz besonders von der Verbindung zur Umgebung.

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Weitere Informationen:

Mitarbeiter: Pierre Thibault, Julie Poisson, Mathieu Leclerc

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