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Wohnstilanalyse durch impulsive Bildauswahl

Eine der großen Herausforderungen für Architekten und Innenarchitekten ist es, bei jedem neuen Projekt herauszufinden, welche Bedürfnisse der Bauherr hat und ob das, was sich dieser theoretisch wünscht auch das ist, was ihn im später im realisierten Objekt praktisch glücklich macht. Weiterhin ist es nicht immer einfach, einen gemeinsamen Nenner für die Kommunikation zu finden – Experten definieren Architektur und Raum durch ihr erlerntes Fachwissen. Die verschiedenen Parameter Größe, Proportion, Grundriss, Licht, Farben und Oberflächen sind dabei die relevanten Stellschrauben. Laien sind jedoch nur selten in der Lage, ihre Wünsche auf Anhieb klar und strukturiert zu formulieren. Häufig sind sie sich diesen selbst gar nicht bewusst. Besonders im Bereich des Wohnens und Einrichtens kommen hier sehr viele assoziative und emotionale Kriterien zum Tragen.

Mit der Wohnstilanalyse per App hilft nun die künstliche Intelligenz dabei die Bedürfnisse der Nutzer zu analysieren und in verschiedene Wohntypen zu kategorisieren. »Einrichten beginnt eben nicht bei Möbeln, Trends, Designern, Farben und Materialien – angesichts einer explodierenden Produkt- und Stilfülle beginnt alles im Kern der eigenen Persönlichkeit«, erklärt Martin Wetscher die Herangehensweise des Unternehmens und den Ursprung zur Entwicklung der App.

Die von Architekten, Psychologen und Informatikern im Team entwickelte App basiert auf psychologischen Grundlagen. Die Anwender entscheiden spontan mit Wischen nach links oder rechts, ob sie ein gezeigtes Bild anspricht, oder nicht. Dabei ist die App so programmiert, dass sie, sollten Entscheidungen über Ge- und Missfallen verschiedener Bilder aus psychologischer Sicht kontrovers ausfallen, noch einmal mit einer anderen Bildkombination nachhakt, um die entscheidenden Ansprüche herauszufiltern. Die zur Auswahl stehenden Bilder der Wohnstilanalyse zeigen dabei keine Produkte, sondern ästhetische Inhalte, die tiefliegende Entscheidungsebenen ansprechen sollen. Das Ergebnis ist deshalb auch nur schwer zu manipulieren, da die schnelle Bildauswahl kaum rational steuerbar ist, sondern auf einer emotionalen und unterbewussten Ebene abläuft.

Das Ergebnis gibt Aufschluss über den Wohntyp und kann Gestaltern als erster Ansatzpunkt für die Beratung ihrer Kunden und der Planung der Objekte dienen. Es entsteht eine Art Image-, Farb- und Materialcollage, die vollkommen unabhängig von funktionellen Raumvorgaben zunächst eine erste Einschätzung über den persönlichen Stil und die Wünsche des Nutzers zeigt. Die Palette reicht beispielsweise von den Typen »Kompetenz mit Tendenz zu Hightech« zu »Ethno mit Tendenz zu Protest« und vielen weiteren sehr persönlichen Konstellationen dazwischen. Der Nutzer erhält im Anschluss eine Bildcollage und Erklärungen, die neben der Definition des Typs auch Anhaltspunkte zur präferierten Gestaltung von Räumen und Möbeln, passende Marken, Farben, Materialien, Textilien sowie Accessoires und sogar zur Auswahl von Blumen oder dem nächsten Reiseziel gibt. »Bei der von Wetscher entwickelten Wohnstilberatung rückt der Mensch, seine innere Werthaltung, die sich unmittelbar im Wohnumfeld manifestiert, in den Mittelpunkt. Ziel unseres Innenarchitektur-Prozesses ist es, Mensch und zu gestaltende Räume miteinander in Beziehung zu setzen«, beschreibt Martin Wetscher die Motivation für die Entwicklung des Tools. »In diesem Sinne sind wir Archäologen und legen in einem Entwicklungsprozess Schritt für Schritt die authentischen Wohnwünsche frei.«

Die Wohnstilanalyse ist kostenlos in nur wenigen Minuten durchführbar.

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