You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken
Friseursalon in Niigata von Takuya Hosokai, Foto: Naomichi Sode

Würfelspiel in der Baulücke: Friseursalon in Niigata von Takuya Hosokai

Acht Monate Entwurfs- und Bauzeit sowie umgerechnet rund 120.000 Euro Baubudget standen Takuya Hosokai und seinem Büro lediglich für ihr jüngstes Projekt zur Verfügung: einen Friseur- und Schönheitssalon in der japanischen Provinzhauptstadt Niigata. Der Neubau steht in einem dicht mit Einfamilienhäusern bebauten Wohnviertel etwa 10 Fahrminuten außerhalb des Zentrums. Die kleinteilige Gliederung der Nachbarbauten griff Hosokai auch in seinem Entwurf auf. Fünf Kuben unterschiedlicher Grundfläche und Höhe erstrecken sich nahezu über die ganze Grundstückstiefe, halten aber an den Seiten Abstand zu den deutlich höheren Nachbarhäusern. Sie wirken monolithisch, sind jedoch aus Holz konstruiert und außen einheitlich mit grauen Faserzementplatten verkleidet.

Dort, wo die Baukörper einander durchdringen, öffnen sich spannungsreiche Quer- und Durchblicke. Die Gebäudeöffnungen sind eher darauf ausgelegt, abwechslungsreiche Lichtstimmungen zu erzeugen als eine Aussicht auf die ohnehin eher unspektakuläre Nachbarschaft zu bieten. Die vier vorderen Kuben ergänzen sich zu einer linearen Raumsequenz, die die wesentlichen Nutzungen des Friseursalons umfasst: einen tunnelartigen Eingangsbereich mit Empfang und Wartezone, einen introvertierten Raum für das Haarschneiden, einen Personalraum sowie einen Raum für die Haarwäsche, der sich zu einem rückwärtigen Patio öffnet. Separat von außen zugänglich ist das hinterste und höchste der fünf Volumina, das derzeit noch einen Ausstellungsraum beherbergt. Später soll darin eine Wohnung für den Eigentümer des Friseursalons entstehen.

Als seine wesentlichen Entwurfsmotive nennt Hosokai das Wechselspiel von Intimität und Öffnung, von Innen und Außen sowie von Figur und Grund. Zwischen Innen- und Außenräumen, Körpern und Leerräumen gibt es keine Hierarchie, und beim Weg durch das Gebäude sollen die Besucher sich fühlen, als durchwanderten sie eine Stadt in der Größe eines Einfamilienhauses.

Weitere Informationen:

Bauunternehmen: Inoue Architectural Design Inc.

Stichworte:
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
/0
Kistefos Museum, Oslo, BIG

Let’s twist again: Kistefos Museum bei Oslo von BIG

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.