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Kirche in Castel di Lama, continiarchitettura, Foto: Domenico Oddi

Ein Haus inmitten anderer Häuser: Kirche in Castel di Lama

Anfang 2019 wurde Continis Gemeindekomplex mit der Kirche in Castel di Lama – einem Bergdorf in den Marken – eröffnet und eingeweiht. Inzwischen ist der Kirchhofplatz von der Gemeinde mit über 8600 Einwohnern längst als neuer Stadtplatz angenommen worden. In Italien sind Gemeinschaft und Religion noch immer untrennbar. So arrangiert Contini auch das moderne Zentrum in Anlehnung an historische italienische Stadtzentren. Auf der einen Seite des mit Kies gefüllten Platzes befindet sich die Kirche, auf der anderen Seite die Gemeinschaftsgebäude – ein Gemeindehaus, das Pfarrhaus, ein Clubhaus für den angrenzenden Sportclub mit Bar und ein Haus für die Umkleiden. Zwischen Kirche und Gemeinschaftsgebäuden verläuft ein Fußgängerweg, der weiter ins Dorf hineinführt. Auf der südlichen Seite schützt eine einfache Mauer den quadratischen Stadtplatz, zur Hauptstraße wird dieser durch einen Portikus und den Glockenturm begrenzt. Um eine Homogenität der einzelnen Gebäude des Komplexes zu erzeugen, verwendet Contini eine Palette ähnlicher Materialien und verputzt die Fassaden mit grobkörnigem Gips. Das Äußere der Kirche hebt sich durch eine netzartige Fassade aus regionalen Travertinplatten ab, die einen Blick in die Haupthalle ermöglicht.

Contini wollte keinen Tempel erschaffen, sondern einen Ort, der die Versammlung der Gläubigen und die korrekte Durchführung der Liturgie ermöglicht. Er beruft sich auf die Ursprünge der Kirche, als sich die christlichen Gemeinden noch in Häusern versammelten. Seine moderne Kirche sollte wieder „ein Haus inmitten anderer Häuser“ werden. Im Inneren definiert ein großes hängendes elliptisches Velarium den Versammlungsort und Platz für die Liturgie. Die liturgischen Elemente befinden sich entlang eines Pfades, der den Chor und die Sitzplätze in Längsrichtung durchschneidet und auf einen Garten auf der Rückseite der Kirche führt, in den ein Olivenbaum gepflanzt ist. Ambo und Altar wurden von dem Künstler Giuliano Giuliani aus Travertin gefertigt.

Weitere Informationen:

Ingenieur: Studio Di Emidio

Baufirma: Gabriele Gaspari

Fenster und Fassaden: Enzo Reschini

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